Homepage erstellen

Eigene Webseite/Internetseite erstellen

Nie war der Weg zur eigenen Webpage einfacher als heute. Mittlerweile lassen sich professionelle Features wie Kommentare, interaktive Widgets und moderne Designs ohne große Vorkenntnisse in die eigene Homepage einbinden. Nicht nur für Unternehmer ist eine eigene Internetseite unverzichtbar, die als Aushängeschild und Visitenkarte dient, Kunden bindet und den Umsatz erhöht. Auch für Privatanwender stellt eine Homepage einen einfachen Weg dar, Inhalte mit anderen zu teilen, oder über ihr Hobby zu schreiben. Nicht zuletzt verschwimmen die Grenzen zwischen privaten, als Hobby betriebenen Webseiten und kommerziellen Angeboten immer mehr: Mit einem gut gemachten Blog lässt sich ebenso gutes Geld verdienen.

Vier Wege führen zum Ziel

Homepage erstellen

Doch wie erstellt man eine eigene Webpage? Im Prinzip stehen Ihnen hierfür vier Möglichkeiten zur Verfügung. Die klassische Methode besteht in der Programmierung einer kompletten Internetseite mit HTML, der Programmiersprache des Internets. Diese Methode eignet sich vor allem für Nutzer, die schon über gute Vorkenntnisse verfügen, und sich mit HTML, CSS und Internettechnik auskennen. Seit einigen Jahren gibt es zudem die Möglichkeit, für die Programmierung einen sogenannten WYSIWYG-Editor zu verwenden. Diese Programme haben den Vorteil, dass der Nutzer die Webpage in erster Linie grafisch und intuitiv entwickeln kann, die Software übersetzt die Wünsche des Nutzers dann in HTML. Auch die Verwendung von CMS-Systemen erleichtert die Erstellung einer eigenen Internetseite enorm. Hier werden sämtliche Bestandteile der fertigen Homepage bereits mitgeliefert, der Nutzer füllt diese nur noch mit seinen eigenen Inhalten. Noch einfacher geht die Erstellung einer Webpage schließlich mit einem Homepage Baukasten von der Hand, der vor allem von den großen Webhostern angeboten wird.

Homepage erstellen
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Nie war der Weg zur eigenen Webpage einfacher als heute.

Homepage selbst codieren mit HTML und CSS

In den ersten Jahren des Internets war das Angebot an benutzerfreundlichen Webeditoren und Lösungen für das Erstellen einer eigenen Webpage noch sehr überschaubar. Der einzige Weg führte über das Codieren einer kompletten Internetseite in HTML und CSS. Auch heute wird diese Alternative vor allem von professionellen Webdesignern und Amateuren mit fortgeschrittenen Kenntnissen genutzt. Der große Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Seiten völlig unabhängig von irgendwelchen Designvorlagen erstellt werden können, der eigenen Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Die einzigen Hilfsmittel, die beim Codieren in HTML und CSS verwendet werden, sind spezielle HTML Editoren, die das Einfügen von Tags und Elementen vereinfachen und diese zum Beispiel farbig hervorheben. So können Fehler im Code wesentlich schneller erkannt und korrigiert werden. Theoretisch ist es aber auch möglich, die Codierung in einem simplen Texteditor ohne weitere Hilfsmittel vorzunehmen.

Doch auch Anfänger sollten sich von den Begriffen HTML und CSS nicht abschrecken lassen. Beides ist mit relativ wenig Aufwand erlernbar, im Internet gibt es unzählige Anleitungen und Foren, in denen erfahrene Webdesigner Einsteigern bei Fragen zu diesen Themen behilflich sind.

Was ist HTML?

Wie erstelle ich eine eigene Homepage? Wer sich diese Frage stellt und im Internet nach Informationen sucht, wird früher oder später auf den Begriff HTML stoßen. Doch was versteht man darunter? HTML ist die Abkürzung für Hypertext Markup Language. Jede Webpage im Internet besteht aus einem Code, der in eben dieser Sprache verfasst ist. Der Webbrowser interpretiert diesen Code und stellt ihn auf dem Bildschirm als grafischen Inhalt, also die eigentliche Internetseite dar.

HTML ist dabei eng mit CSS verbunden, den Cascading Style Sheets. Im Prinzip ist HTML für die Strukturierung von Informationen zuständig, CSS übernimmt das Layout und legt die grafische Darstellung auf dem Bildschirm fest. HTML und CSS sind heute der alleinige Standard für die Darstellung von Inhalten im Internet und werden von allen modernen Webbrowsern unterstützt. Um wirklich zu verstehen, welche Rolle HTML für das Internet steht, sollte man sich zunächst mit der Geschichte der HTML-Entwicklung vertraut machen.

Als noch lange Zeit vor der Einführung des eigentlichen Internets die Möglichkeit geschaffen wurde, einzelne Computer miteinander zu verbinden und Informationen zwischen ihnen auszutauschen, standen die Forscher vor einem großen Problem. Der Austausch von Informationen war nun zwar technisch möglich, allerdings konnten die Computer nicht miteinander kommunizieren, wenn sie auf verschiedenen Plattformen betrieben wurden, sie verstanden sich gegenseitig einfach nicht. Um dieses Problem zu lösen wurde 1989 mit der Entwicklung einer plattformunabhängigen Auszeichnungssprache am schweizer CERN-Institut begonnen, das im Jahre 1992 schließlich zur Veröffentlichung der ersten Version von HTML führte. Nun war es möglich, die Informationen mit Hilfe von HTML so zu strukturieren, dass sie von jedem Computer auch verstanden werden konnten.

Streng genommen handelt es sich bei HTML nicht um eine Programmiersprache, sondern eine Auszeichnungssprache. Sie dient vor allem dazu, die Inhalte einer Webpage zu strukturieren und im Internet grafisch darzustellen. Dabei ist es besonders wichtig, dass jeder Nutzer die Internetseite identisch angezeigt bekommt, egal auf welchem System und vor allem mit welchem Browser er durch das Internet surft. Um diese Kompatibilität festzulegen, wird HTML von der Organisation World Wide Web Consortium, kurz W3C, standardisiert. Die W3C legt fest, welche Tags in HTML zur Verfügung stehen und wie diese bei der Ausgabe zu interpretieren sind. In der Praxis kommt es zwischen den verschiedenen Browsern dennoch häufig zu unterschiedlichen Darstellungen, vor allem bei älteren Versionen.

Im Prinzip handelt es sich bei jeder Webpage um reinen Text. Mit Hilfe von HTML wird dieser Text in eine beliebige Form gebracht und mit grafischen Elementen wie Bildern, Grafiken und Designs ergänzt. Dafür werden sogenannte Tags genutzt. Die Tags umschließen einen bestimmten Teil des Texts und weisen diesem eine bestimmte Formatierung oder Funktion zu. Besonders wichtig sind dabei die Links, die eine Vernetzung des Internets erst möglich machen.

HTML-Quellcode-Editoren

Der HTML Quellcode ist das Grundgerüst jeder Webpage im Internet. Fast alle Webbrowser unterstützen die Funktion, sich den Quellcode einer Internetseite anzeigen zu lassen. Hierdurch wird ein Blick hinter die eigene Oberfläche des Internets möglich. Da es sich bei HTML um reinen Text handelt, der von den Browsern interpretiert wird, ist für das Erstellen eines HTML Quellcodes eigentlich gar kein besonderer Editor nötig, hierfür reicht jedes Testverarbeitungsprogramm aus.

Dennoch kann das Coden einer Webpage mit speziellen HTML-Quellcode-Editoren wesentlich komfortabler gestaltet werden. Je nach Anbieter und Funktionsumfang werden diese Editoren kostenlos oder kostenpflichtig angeboten. Mittlerweile ist das Angebot an HTML-Editoren so groß, dass es sich empfiehlt, die verschiedenen Angebote während einer kostenlosen Testphase ausgiebig miteinander zu vergleichen. Insbesondere sollte beachtet werden, dass es im Prinzip zwei verschiedene Typen von HTML-Editoren gibt. Es wird grundsätzlich zwischen einfachen Editoren und den sogenannten WYSYWIG-Editoren unterschieden.

Die einfachen HTML-Editoren sind im Prinzip normale Texteditoren, die zusätzliche Funktionen für die Verwendung von HTML bieten. Hierzu gehört meist die farbige Darstellung der verwendeten HTML-Tags, der Nutzer hat dabei stets den Überblick über die eigentlichen inhaltlichen Bestandteile und das HTML-Gerüst. Oft müssen die Tags nicht manuell eingegeben werden, sondern lassen sich mit Tastaturkürzeln einfügen. Sehr hilfreich ist auch die Funktion, mit der ein geöffneter HTML-Tag automatisch geschlossen wird, was vielen ärgerlichen Flüchtigkeitsfehlern beim Coden vorbeugen kann. Der Nachteil dieser reinen HTML-Editoren besteht darin, dass der Quellcode erst ins Internet geladen werden muss, bevor das Ergebnis kontrolliert und korrigiert werden kann. Das führt in der Praxis zu vielen unnötigen Arbeitsschritten, wenn das Ergebnis, das im Browser angezeigt wird, nicht auf Anhieb den eigenen Vorstellungen entspricht. Viele dieser Editoren bieten jedoch einen integrierten FTP-Client, mit dem der Quellcode auf Knopfdruck bequem auf den Webspace hochgeladen werden kann.

Eine weitaus komfortablere Variante der HTML-Editoren stellen die sogenannten WYSYWIG Editoren dar. Diese simulieren die verschiedenen Browser, das Ergebnis des Quellcodes kann also schon offline während des Programmierens begutachtet werden. WYSIWYG-Editoren sind in der Regel teurer als die normalen HTML-Editoren, bieten jedoch auch einen wesentlich größeren Funktionsumfang. Besonders praktisch sind die Programme, die dem Nutzer ein grafisches Arbeiten erlauben. Hierbei können die einzelnen Elemente der eigenen Webpage frei wie auf einer Leinwand angeordnet werden, die Software übersetzt diese Gestaltung dann in einen vollständigen und fehlerfreien HTML-Quellcode. Das hat den Vorteil, dass hierfür kaum HTML-Kenntnisse nötig sind und das Erstellen einer eigenen Webseite wesentlich schneller geht. Auch Fehler im Quellcode müssen nicht mehr lange gesucht und korrigiert werden, da der Nutzer gar nicht mehr mit dem Quellcode in Berührung kommen muss, wenn er das nicht möchte.

Die Wahl des richtigen HTML-Editors hängt letztendlich von den eigenen Präferenzen und Ansprüchen ab. Zu fast allen Produkten gibt es im Internet ausführliche Testberichte, zudem kann die Software meist kostenlos getestet und mit anderen Angeboten vergleichen werden. Die Preisgestaltung bewegt sich von kostenlosen Sharewareversionen bis zu mehreren Hundert Euro für den HTML-Editor, in diesem großen Angebot werden also sowohl Privatanwender wie auch professionelle Webdesigner fündig.

Elemente und Tags

Das Erstellen einer Webpage mit HTML setzt voraus, dass der Inhalt in Elemente unterteilt wird. Diese Elemente können beispielsweise aus Textkörpern, Bildern und Grafiken, Tabellen oder Links bestehen. Um aus einem reinen Inhalt ein Element zu machen, muss dem Inhalt eine Funktion zugewiesen werden, dies geschieht wiederum mit den sogenannten Tags. Welche Tags für HTML zur Verfügung stehen und wie diese durch den Browser interpretiert werden müssen, wird vom World Wide Web Consortium, besser bekannt unter der Abkürzung W3C, festgelegt. Das Angebot an verfügbaren Tags wird ständig erneuert.

Die Tags umschließen den Inhalt, indem vor dem Inhalt ein öffnender Tag und nach dem Inhalt ein geschlossener Tag eingefügt wird. Die Kombination aus Tags und Inhalt wird dann als Element bezeichnet. Tags stehen immer in Eckklammern. Zu den wichtigsten HTML-Tags, mit denen sich Einsteiger beim Erstellen einer eigenen Webpage vertraut machen müssen, gehören die Tags zum Erstellen von Absätzen und Links sowie zur Einbindung von Bildern und Grafiken.

Um einen längeren Text auf der Homepage in mehrere Absätze zu unterteilen, werden die Absätze in der Regel durch -Tags umschlossen. Die Abstände der einzelnen Absätze sowie die Schriftart, Größe und Farbe des Textes können dann mit CSS dem Tag zugewiesen werden. In der Regel werden alle Tags in HTM sowohl geöffnet, als auch geschlossen und legen damit ein klar begrenztes Element fest. Ein einzelner Absatz sieht in HTML also so aus: Text, wobei der Text für den Inhalt des Absatzes steht. Beim -Tag besteht jedoch die Besonderheit, dass der Tag nicht zwingend geschlossen werden muss. Ein einzelner -Tag kann also auch für sich alleine stehen. Er definiert dann einen Absatz zwischen zwei Textkörpern. Text 1 Text 2 sorgt also dafür, dass zwischen Text 1 und Text 2 ein Absatz eingefügt wird. Verzichten Sie auf den Tag, schließt Text 2 dagegen nahtlos an Text 1 an. Das gilt selbst dann, wenn beide Textkörper durch einen normalen Absatz mit der Eingabetaste getrennt werden, wie er in reinen Texteditoren üblich ist. Die erste Variante, bei der nach dem Inhalt durch geschlossen wird hat allerdings den Vorteil, dass der Text zwischen den Tags individuell formatiert werden kann.

Links werden durch Tags festgelegt, wobei dem öffnenden Tag das Ziel der Verlinkung zugewiesen werden muss. Ein klassischer Link sieht auf der eigenen Webpage also so aus: Linktext. Im Gegensatz zum -Tag kann bei Links nicht darauf verzichtet werden, den Link auch zu schließen, der Browser muss wissen welchen Textteil er genau als Link interpretieren soll. Wenn der Tag nicht geschlossen wird, wird deshalb der gesamte restliche Text der Homepage als Link angezeigt.

Die Tags zum Anzeigen von Bildern funktionieren ähnlich wie das Definieren von Links, allerdings muss ihnen kein Inhalt zugewiesen werden, auch eine Schließung des Tags ist nicht erforderlich. Um ein Bild auf der Webseite anzuzeigen, wird die Adresse des Bildes auf dem Webspace in einem Text angegeben.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Tags wie zum Beispiel den -Tag, der Zeilenumbrüche im Tag einfügt. Gerade Einsteiger, die zum ersten Mal eine eigene Internetseite erstellen wollen, sollten sich jedoch zunächst einmal mit den Grundlegenden Elementen und Tags vertraut machen. Wenn das Funktionsprinzip von HTML-Tags einmal grundlegend verstanden wurde, stellt der Rest keine große Hürde mehr dar.

HTML-Grundgerüst

Jeder HTML-Quelltext folgt einer genau festgelegten Struktur, die eine Webpage in verschiedene Bereiche unterteilt. Wer beim Coden der Internetseite einen HTML-Editor verwendet, muss sich mit dieser Struktur nicht tiefgehend auseinandersetzen, da die Editoren diese bereits als Gerüst in jeder neuen Datei einfügen. Dennoch ist es gerade für Einsteiger hilfreich, den Aufbau einer typischen HTML-Datei kennenzulernen und zu verstehen.

Den Anfang machen die sogenannten Dokumenteninformationen, die Informationen über die verwendete HTML-Version geben. Dieser Teil ist für manche Browser notwendig, damit sie ihre Darstellung an die jeweilige Version anpassen können. Beim Erstellen einer neuen Webpage müssen hieran jedoch keine Änderungen vorgenommen werden.

An die Dokumenteninformationen schließt sich dann das eigentliche HTML-Grundgerüst an. Es beginnt stets mit dem sogenannten Header, der Informationen zur konkreten Webpage festlegt. Im Body wird der Inhalt erstellt, den der Besucher der Internetseite über seinen Browser angezeigt bekommt. Damit der Browser die verschiedenen Bestandteile voneinander abgrenzen können, ist es wichtig, dass die einzelnen Teile von öffnenden und schließenden Tags umgeben sind. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel jedoch der Webeditor.

Nach den Dokumenteninformationen folgt zunächst ein öffnender -Tag. Unmittelbar danach wird der Header mit geöffnet. Im Header finden sich alle Informationen zur Webpage, die im eigentlichen Inhalt nicht angezeigt werden sollen. Das betrifft vor allem den Titel der Webseite. Dieser wird in öffnenden und schließenden Tags festgelegt: < title >Titel meiner eigenen Homepage< / title>. Der Titel wird dann von Browsern in der Titelleiste wiedergegeben. Zusätzlich können im Header weitere Informationen untergebracht werden, die vom Browser völlig ignoriert werden sollen. Diese Informationen sind dann nur sichtbar, wenn der Quellcode der HTML-Seite betrachtet wird. In der Regel handelt es sich dabei um den Namen des Autors sowie Informationen zum Copyright. Viele Webdesigner speichern hier zur besseren Übersicht auch Informationen über das jeweilige Projekt. Um solche unsichtbaren Informationen im Header unterzubringen, werden sie als Kommentare getarnt und mit den Tags und umschlossen. Im Header werden auch die CSS Daten eingebunden, die für das Layout und Design der Internetseite wichtig sind. Am Ende des Headers folgt dann der schließende -Tag.

Der wichtigste Teil der Homepage ist natürlich der Inhalt, also der Teil, den der Besucher der Internetseite tatsächlich zu sehen bekommt. Dieser wird in den Körper der HTML-Datei geschrieben und ist von den Tags und umschlossen. Zwischen diesen Tags wird der komplette Inhalt der Internetseite, also Texte, Links, Bilder, Tabellen und andere Elemente definiert, wobei sämtliche HTML-Tags zur Verfügung stehen.

Das Ende der HTML-Datei wird dann mit dem schließenden Tag definiert. Theoretisch kann dieses HTML-Grundgerüst in jedem Texteditor erstellt und auf einen Webspace geladen werden. Um versehentliche Fehler in dieser für den Browser wichtigen Grundstruktur zu vermeiden, empfiehlt sich jedoch die Verwendung spezieller HTML-Editoren, die diese Angaben bereits mitliefern.

Links

Jeder kennt sie und nutzt sie täglich: Links sind einer größten Vorteile des Internets und die wichtigste Voraussetzung für eine globale Vernetzung. Ein Link bezeichnet einen Verweis auf einen anderen Inhalt, der sowohl innerhalb der eigenen Homepage als auch irgendwo sonst im Internet liegen kann. Doch wie erstelle ich eine Verlinkung auf meiner Homepage?

Ein Link ist ein HTML-Element, das sich aus einem -Tag sowie einem Inhalt zusammensetzt. Ein einfacher Link sieht also so aus: Inhalt. Der Inhalt besteht dabei meist aus einem Text, auch ein Bild oder eine Grafik können jedoch für einen Link genutzt werden. In diesem Fall wird der Inhalt einfach durch den Tag ersetzt. Das Attribut href="" weist dem Link das gewünschte Ziel zu, zwischen den Tags wird der Inhalt definiert, den der Besucher als eigentlichen Link sehen soll. Deshalb ist es besonders wichtig, den Link durch zu schließen, ansonsten interpretiert der Browser alle Inhalte nach dem Beginn des Link-Tags als einheitlichen Link.

Das Aussehen des Links wird mit CSS definiert. Die CSS-Angaben werden dabei üblicherweise im Header der konkreten HTML-Datei oder einer separaten CSS-Datei festgelegt, allerdings können sie auch direkt im Tag untergebracht werden. Hierfür wird nach href="" einfach ein "style" Attribut zugewiesen. Um einen blauen Link zu erzeugen, wird der Link also so definiert: Inhalt.

Darüber hinaus stehen für Links eine Reihe weiterer Attribute zur Verfügung, die sowohl ihre Darstellung betreffen, als auch ihr Verhalten. So kann beispielsweise definiert werden, dass ein Link die Farbe ändert, wenn der Mauszeiger über ihn bewegt wird. Auch lassen sich besuchte Links in einer anderen Farbe darstellen um dem Besucher die Übersicht zu erleichtern.

Grundsätzlich wird beim Klick auf einen Link der Fensterinhalt des Browsers mit der verlinkten Seite ersetzt, der Besucher verlässt dann also die verlinkende Webpage. Um zu verhindern, dass die Besucher einer Seite verloren gehen wenn sie auf einen Link klicken, kann in der HTML-Datei definiert werden, dass Links grundsätzlich in einem neuen Fenster geöffnet werden sollen. Dies geschieht über das "target"-Attribut. Um nun einen ausgehenden Link in einem neuen Fenster öffnen zu lassen, wird dem Tag einfach ein target = "blank" hinzugefügt.

Neben Webseiten können Links auch auf Dateien verweisen. Das ist insbesondere dann relevant, wenn Downloads auf der Webseite angeboten werden sollen. Hierfür wird im href-Verweis einfach auf den konkreten Speicherort der Datei im Internet verwiesen. Ein Downloadlink für eine mp3-Datei sieht dann beispielsweise so aus: Beschreibung des Links.

Das Linkziel wird bei externen Verweisen, also Links, die von der eigenen Homepage weg führen, grundsätzlich als vollständige Internetadresse angegeben. Bei Verweisen innerhalb der eigenen Seite reicht jedoch eine relative Angabe der verlinkten Seite oder Datei. Ein Link, der auf eine Seite in einem untergeordneten Ordner auf dem Webspace verweist, wird also folgendermaßen definiert: Inhalt.

Bilder

Wie erstelle ich eine ansprechende Internetseite? Dazu gehören vor allem Bilder und Grafiken. Große Mengen von Text wirken schnell langweilig und unübersichtlich. Beim Erstellen einer Webpage sollten deshalb vor allem umfangreiche Texte mit Bildern aufgelockert werden. Um Bilder in die eigene Homepage einzubinden, wird der < img >-Tag verwendet. Im Unterschied zum -Tag für Links muss dieser Tag nicht geschlossen werden, er kann also für sich alleine stehen. Im muss nun der Speicherort des Bildes angegeben werden: . Wenn sich das Bild in einem anderen Ordner befindet als die Seite, muss der genaue Pfad angegeben werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich um den Speicherort auf dem Webserver handeln muss, nicht um den Speicherort auf der lokalen Festplatte. Alternativ kann auch die vollständige URL angegeben werden, unter der das Bild aufgerufen werden kann.

Im -Tag kann auch die Höhe und Breite in Pixeln festgelegt werden, mit der das Bild angezeigt werden soll. Hierbei sollte stets die Originalgröße des Bildes gewählt werden, da es sonst in einigen Browsern zu verzerrten Einstellungen kommt. Es ist jedoch auch möglich, die entsprechenden Größen abhängig voneinander so anzupassen, dass keine Verzerrungen auftreten. Um ein Bild mit einer Höhe von 500 Pixeln und einer Breite von 600 Pixeln nur mit halber Größe anzupassen, können also im -Tag die Abmessungen mit 250 Pixeln beziehungsweise 300 Pixeln festgelegt werden. Das Festlegen der Abmessungen eines Bildes hat den Vorteil, dass der Browser diese Angaben beim Aufruf der Webpage nicht selbstständig berechnen muss, was zu kürzeren Ladezeiten führt. Ein Bild mit einer Höhe von 250 und einer Breite von 100 Pixeln wird also mit dem Tag eingefügt.

Wenn Bilder in der Nähe eines Textes eingefügt werden, führt das oft zu einem unschönen Seitenbild, da das Bild den Text einfach verdrängt und die Seite dadurch sehr unübersichtlich wirkt. Dies lässt sich mit den Attributen "align" und "margin" verhindern. Mit "align" wird die Ausrichtung des Bildes zum Text definiert. Ein Bild mit dem Attribut align = "left" wird also immer links vom Text angezeigt. Damit das Seitenbild nicht allzu gedrängt wirkt und die Bilder einen Abstand vom Textkörper haben, lässt sich dieser Abstand mit "margin" festlegen. Der Abstand wird dabei in Pixeln angegeben. Ein Abstand von 10 Pixeln zwischen Bild und Text wird also mit margin = "10" erreicht.

Mit HTML kann auch ein Rahmen um das Bild erzeugt werden, der sich den Abmessungen der Grafik anpasst. Dies wird mit dem "border"-Attribut erreicht. Mit border = "2" wird ein Rand von zwei Pixeln erzeugt, der die Farbe des Textes hat. Die Rahmenfarbe kann jedoch zum Beispiel mit border-color = "blue" geändert werden. Weitere wichtige Attribute, die dem HTML-Anwender beim Erstellen von Internetseiten mit Bildern zur Verfügung stehen, sind "alt" und "name". Das Attribut "name" legt den Titel des Bildes fest und kann frei gewählt werden. Das "alt"-Attribut sorgt dagegen dafür, dass dem Besucher der Seite ein anderer Inhalt angezeigt wird, wenn die Anzeige des Bildes nicht möglich ist. Es empfiehlt sich zum Beispiel, hier eine Beschreibung des Bildes anzugeben, damit der Benutzer eine Ahnung davon bekommt, welche Information an dieser Stelle eigentlich angezeigt werden sollte.

Besonders einfach lassen sich Bilder mit den sogenannten WYSIWYG-Editoren einfügen. Hier werden die Bilder der Seite nicht über den Quelltext hinzugefügt, sondern wie auf einer Leinwand per Drag & Drop auf der Seite platziert. Die Software übernimmt dann alle Einstellungen zu Größe, Speicherort, Rahmen, Rand und den sonstigen Attributen in den Quelltext.

Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass der Browser eines Besuchers die Bilder erst herunterladen muss, bevor sie angezeigt werden. Große Grafiken führen daher bei langsamen Internetverbindungen zu längeren Ladezeiten und Frust bei den Besuchern der Webpage. Bilder sollten daher in einem komprimierten Format wie JPG oder PNG eingebunden werden, zumal der Qualitätsunterschied zu unkomprimierten Dateien auf den meisten Monitoren ohnehin nicht zu erkennen ist. Weiterhin ist zu beachten, dass selbstverständlich auch im Internet Urheberrechte beachtet werden müssen. Viele Nutzer, die erstmals eine eigene Homepage erstellen, übernehmen einfach Bilder und Grafiken aus dem Internet, ohne die Genehmigung des Urhebers einzuholen. Das kann zu erheblichen rechtlichen Problemen führen. Vergewissern Sie sich vor dem Erstellen einer Webpage mit Bildern deshalb, dass Sie mit der Einbindung keine fremden Rechte verletzen.

Tabellen

Tabellen wurden in HTML ursprünglich eingeführt, um den Inhalt der Seite, also den Text sowie die Bilder und Grafiken, übersichtlich darstellen zu können. Mittlerweile haben sich HTML-Tabellen jedoch zu einem grundlegenden Element des eigentlichen Designs der Internetseite entwickelt und werden nicht nur zur Strukturierung des Inhalts, sondern auch zu Erstellen des Seitenlayouts eingesetzt. Wer sich also das Ziel gesetzt hat, die eigene Homepage von Hand mit HTML zu erstellen, sollte sich genau mit HTML-Tabellen, ihrer Funktion sowie den dazugehörigen Attributen auseinandersetzen.

Wie erstelle ich eine Tabelle? Zunächst muss dafür einmal verstanden werden, wie eine HTML-Tabelle aufgebaut ist. Im Prinzip unterscheidet sie sich nicht von den aus Textverarbeitungsprogrammen wie etwa Word bekannten Tabellen. Sie besteht also aus Zeilen und Spalten. Um eine HTML-Tabelle für eine Homepage zu erstellen, wird zunächst der Tag benötigt, der mit geschlossen werden muss. Innerhalb dieses Tags werden dann die Zeilen mit und definiert. Innerhalb der Zeilen finden sich wiederum die Spalten, die durch und festgelegt werden. Dieser verschachtelte Aufbau einer HTML-Tabelle klingt zunächst vielleicht kompliziert, wer die Funktion der einzelnen Tabellenelemente jedoch erst einmal verstanden hat, wird sie schnell auf der eigenen Internetseite erstellen können.

Grundsätzlich sollte jede Tabellenzeile die gleiche Anzahl von Spalten erhalten. Maßgeblich ist also die Anzahl der Spalten, die in der ersten Zeile erstellt werden. Sollte für einzelne Spalten kein Inhalt vorgesehen sein, kann die Spalte einfach leer bleiben, also . Die Abmessung der Spalten kann mit dem -Tag definiert werden, der zwischen und den einzelnen Zeilen und Spalten eingefügt wird.

Bei HTML-Tabellen wird zwischen blinden Tabellen und Tabellen mit Gitterlinien unterschieden. Standardmäßig sind HTML-Tabellen blind, es werden also nur die Informationen angezeigt, die Tabelle als eigentliche Struktur der Informationen bleibt dagegen unsichtbar. Um die Gitterlinien sichtbar zu machen, wird im -Tag das Attribut "border" verwendet. sorgt also für Gitterlinien mit einer Breite von 2 Pixeln.

Für das Layout der Webseite sind jedoch gerade die blinden Tabellen von höchster Bedeutung. Diese werden oft genutzt, um beispielsweise farbige Flächen frei auf der Seite auszurichten oder zu positionieren. Diese blinden Tabellen lassen sich entweder über die entsprechenden HTML-Tags für Tabellen manuell einrichten, viel komfortabler ist dies jedoch mit der Verwendung eines WYSIWYG-Editors möglich. Hier können die Tabellen wie in einem Textverarbeitungsprogramm frei positioniert und angepasst werden, der Quelltext wird dann automatisch vom Editor erstellt.

CSS: Layout & Design

Das Internet ist in erster Linie ein visuelles Medium. Egal wie gut die Informationen auf einer Webpage inhaltlich auch sein mögen, eine saubere und für den Besucher ansprechende Darstellung ist mindestens genauso wichtig. HTML bietet dem Anwender eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Layout der Homepage und die Darstellung der Inhalte an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Hierfür stehen die sogenannten Cascading Style Sheets, kurz CSS zur Verfügung. Mit CSS werden die Darstellungseigenschaften von HTML-Elementen festgelegt.

Um eine Webseite und ihre Elemente mit CSS aufzubereiten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zunächst einmal können jedem einzelnen Element bestimmte Darstellungseigenschaften über Attribute zugewiesen werden. Soll ein Bild zum Beispiel einen Rahmen von einem Pixel Breite erhalten, wird im Tag das Attribut border="1" definiert. Auch Links, Tabellen, Absätze und andere Elemente können auf diesem Weg angepasst werden. Das macht vor allem Sinn, wenn der Rahmen nur bei einem einzigen Bild auf der Internetseite angezeigt werden soll. Dieser Weg ist jedoch sehr umständlich, wenn die eigene Homepage aus sehr vielen Elementen besteht. Dann muss für jedes einzelne Element die entsprechende Darstellung festgelegt werden.

Wesentlich komfortabler ist deshalb die Möglichkeit, die CSS-Definitionen vor die Klammer zu ziehen. So können bereits im Header der HTML-Datei die verschiedenen CSS-Eigenschaften deklariert werden. Hierdurch kann beispielsweise festgelegt werden, welche Farbe Links haben sollen, welcher Abstand zwischen Bildern und Texten eingehalten werden soll, wie breit Tabellen angezeigt werden und so weiter. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sämtliche Layout- und Designelemente in eine externe CSS-Datei auszulagern, die dann mit der HTML-Datei verbunden wird. Diese Methode hat den Vorteil, dass die CSS-Datei mit verschiedenen HTML-Dateien verbunden werden kann, die CSS-Deklarationen müssen also nicht für jede Internetseite neu angelegt werden.

Einsteigern im Webdesign ist grundsätzlich zu empfehlen, sich einmal die CSS-Informationen anderer Webseiten anzuschauen. Dadurch stellt sich viel schneller das für CSS nötige Verständnis ein. Zudem gibt es eine Reihe bereits vorgefertigter Homepage Vorlagen, die bereits die CSS-Dateien enthalten. Es ist gerade am Anfang viel leichter, die eigene Webseite durch eine Veränderung der CSS-Daten an die eigenen Vorstellungen anzupassen, als eine eigene CSS-Datei von Grund auf selbst zu erstellen.

Homepage-Vorlagen

Wie erstelle ich eine eigene Internetseite? Viele Einsteiger stehen vor dem Problem, dass sie sich noch nie mit HTML und CSS beschäftigt haben. Trotz der vielen im Internet erhältlichen Anleitungen, Foren und Tutorials dauert es einige Zeit, bis man die Funktionsweise einer Webpage versteht und seine eigene Homepage erstellen kann. Fertige Homepage-Vorlagen im Internet können den Einstieg dabei enorm erleichtern. Je nach der Professionalität der Vorlage werden diese meist kostenlos, oft aber auch gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt. Wer also eine eigene Internetseite erstellen möchte, ohne sich vertieft mit HTML und CSS auseinanderzusetzen, muss nur noch eine Vorlage finden, die den eigenen Geschmack trifft und kann diese dann mit seinen Inhalten füllen und online stellen.

Homepage-Vorlagen finden sich im Internet meist unter dem englischen Begriff Templates. Die Verwendung von Templates hat den Vorteil, dass das Erstellen der eigenen Homepage viel einfacher und vor allem schneller abläuft. Der Nachteil besteht allerdings, dass man grundsätzlich an das Design der Vorlage gebunden ist, es besteht also viel weniger Gestaltungsfreiheit als bei der Erstellung einer Internetseite von Hand. Deshalb empfiehlt es sich auch für Nutzer, die sich für die Verwendung einer solchen Vorlage entscheiden, sich zumindest die Grundfunktionen von HTML und CSS anzueignen. Dann können die jeweiligen Vorlagen individuell an die eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Selbst erfahrene Webdesigner greifen hin und wieder auf fertige Vorlagen zurück oder erstellen sich ihre eigenen Templates. Dadurch ersparen sie sich die Vorbereitungsphase, in der die Grundzüge von Layout und Design festgelegt werden. Die Templates für professionelle oder erfahrene Anwender bestehen deshalb meist nur aus diesem Grundgerüst einer Homepage, auf der die eigentliche Webseite dann aufgebaut wird.

Auch viele HTML-Editoren werden heute mit einem umfangreichen Angebot an Templates in verschiedenen Designs und Layouts geliefert, die der Nutzer der Software dann individuell anpassen kann. Besonders einfach geht das mit den WYSIWYG-Editoren, hier können die Elemente der Homepage-Vorlage intuitiv durch Drag & verändert und angepasst werden. Nachdem die Vorlage entsprechend umgestaltet wurde, muss sie nur noch mit Texten und Bildern gefüllt und auf einen Webserver geladen werden.

Ein weiterer Weg, an Templates im Internet zu kommen besteht darin, bereits fertige Internetseiten zu analysieren. Alle Browser bieten dabei die Möglichkeit, sich den Quelltext einer Internetseite anzeigen zu lassen. So kann der Besucher einen Eindruck davon bekommen, wie das Resultat durch HTML und CSS erstellt wurde. Es ist völlig legitim, sich von diesen Vorbildern inspirieren zu lassen, so lange die Elemente nicht einfach kopiert werden.

Besonders einfach ist die Verwendung von Homepage-Vorlagen und Templates übrigens für Nutzer, die ihre eigene Webseite als Blog erstellen wollen. Blogs werden mit einem Content Management System betrieben und vereinfachen das Erstellen und Betreiben einer Webpage enorm. Zudem stellen alle Anbieter dieser Blogsysteme eine große Anzahl vorgefertigter Templates zur Verfügung, die auch völlig ohne HTML- und CSS-Kenntnisse genutzt werden können. Heute handelt es sich bei den allermeisten der neu online gestellten Homepages um Blogs.

WYSIWYG-Editoren

Die sogenannten WYSIWYG-Editoren stellen eine Unterkategorie der HTML-Editoren dar, mit denen sich Webseiten sehr nutzerfreundlich und einfach erstellen lassen. Ihren Namen verdanken diese Programme dem englischen "What You See Is What You Get", zu deutsch als "Was Sie sehen, ist was Sie bekommen". Im Gegensatz zu den klassischen HTML-Editoren, bei denen die eigene Homepage ausschließlich über den HTML-Quellcode erstellt wird, läuft die Erstellung der Webpage mit WYSIWYG-Editoren in erster Linie grafisch ab.

Bei der Verwendung eines herkömmlichen HTML-Editors erstellen die Nutzer die eigentliche Webpage sehr abstrakt. Zunächst wird der Quellcode geschrieben, um das Ergebnis zu kontrollieren muss die entsprechende Datei jedoch zunächst auf den Webspace geladen und mit einem Browser aufgerufen werden. Bei der Korrektur von Fehlern erfordert diese Methode nicht nur viele Arbeitsschritte und damit Zeit, sie setzt zudem vertiefte Kenntnisse von HTML und CSS voraus.

WYSIWYG-Editoren haben demgegenüber den großen Vorteil, dass das Ergebnis einer HTML-Datei bereits im Programm grafisch als fertige Homepage angezeigt wird. Der Nutzer hat also stets die volle Kontrolle über das Ergebnis seiner Arbeit. Zudem verfügen viele WYSIWYG-Editoren über Engines, mit denen die verschiedenen Browser simuliert werden. Dieses Feature ist wichtig, weil es zwischen den verschiedenen Browsern teilweise zu Unterschieden in der Darstellung kommen kann. Die Verwendung eines WYSIWYG-Editors ermöglicht es dem Nutzer also, die Kompatibilität seiner Webseite für alle Browser bereits während der Arbeit am Quellcode festzustellen, ohne die Seite online mit allen Browsern getrennt testen zu müssen.

Viele WYSIWYG-Editoren bieten zudem die sehr nützliche und benutzerfreundliche Funktion, die Homepage nicht über den Quellcode, sondern intuitiv an der fertigen Seite zu bearbeiten. Elemente wie Texte, Bilder und Tabellen können mit der Maus per Drag & Drop platziert und ausgerichtet werden, ähnlich der Arbeit mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Das Erstellen der fertigen Webpage geschieht dann also quasi umgekehrt, indem die fertige Seite vom Programm in den entsprechenden Quellcode übersetzt wird. Das hat gerade für Einsteiger den enormen Vorteil, dass vertiefte Vorkenntnisse in HTML und CSS für den Nutzer eines solchen WYSIWYG-Editors gerade nicht nötig sind.

Doch auch professionelle Webdesigner und erfahrene Amateure nutzen WYSIWYG-Editoren aufgrund ihres Komforts und des großen Funktionsumfangs. Die Editoren werden heute von verschiedenen Herstellern angeboten, deren Produkte sich in Funktionsumfang und Preis teilweise stark unterscheiden. So sind einige der WYSIWYG-Editoren kostenlos erhältlich, andere kosten mehre Hundert Euro. Grundsätzlich lassen sich aber alle Produkte kostenlos und unverbindlich testen. Einsteigern im Webdesign ist deshalb zu raten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Mittlerweile gibt es auch kostenlose WYSIWYG-Plugins für Browser, die sich gezielt an Webdesigner richten. Diese Plugins stellen den frei einsehbaren Quellcode einer Webseite übersichtlich strukturiert dar. Besonders nützlich ist dabei die Funktion, dass sich Änderungen am Quelltext direkt im Browserfenster auswirken. Solche Plugins eignen sich deshalb nicht nur dafür, sich vom Layout und Design anderer Webseiten inspirieren zu lassen. Vielmehr können Änderungen an der Homepage live ausprobiert und dann per Copy & Paste in den Quelltext übernommen werden.

Heute verfügen die bekanntesten und erfolgreichsten HTML-Editoren über WYSIWYG-Funktionen. Sie richten sich nicht nur an Profis, sondern gerade auch an Anfänger, die ihre ersten Schritte in HTML und CSS machen wollen. Insbesondere hat die Verwendung dieser Editoren für Anfänger den Effekt, dass sie durch die sofortige Präsentation des Ergebnisses schneller die Zusammenhänge zwischen der HTML-Datei und der fertigen Internetseite begreifen.

KompoZer

Der WYSIWYG-Editor KompoZer hat seine Ursprünge bereits in den Kindertagen des Internets. Damals programmierte das Unternehmen Netscape mit dem Netscape Communicator den zu dieser Zeit bekanntesten Browser im Internet, der ab 1996 kommerziell betrieben wurde. Im Softwarepaket war auch ein einfacher HTML-Editor für das Erstellen einer Homepage enthalten. Ab 1998 wurde der Browser kostenfrei angeboten und die Entwicklung des Editors ausgelagert. Der HTML-Editor wurde fortan unter dem Namen Nvu vertrieben und erfreute sich unter Webdesignern großer Popularität. Es entwickelte sich rasch eine große Nutzergemeinde, die Erweiterungen für die Software programmierte und kostenlos zur Verfügung stellte. Als die Entwicklung von Nvu schließlich eingestellt wurde, nahm sich das Mozilla-Projekt der Software an. Unter dem Namen KompoZer ist der Editor heute kostenfrei für die Betriebssysteme Windows, Mac OS und Linux erhältlich.

Wie erstelle ich eine Webseite mit KompoZer? Als WYSIWYG-Editor bietet KompoZer, die das Erstellen einer eigenen Homepage auch für Einsteiger einfach machen. Theoretisch müssen überhaupt Kenntnisse in HTML und CSS vorhanden werden. Das Layout der Webseite wird einfach per Drag & Drop zusammengeklickt. Texte können wie in einem Textverarbeitungsprogramm frei formatiert werden, ohne die entsprechenden HTML-Tags einfügen zu müssen, darum kümmert sich die Software. Um das Erstellen einer Internetseite noch weiter zu vereinfachen, werden Templates bereit gestellt, die mit KompoZer individuell angepasst werden können. KompoZer legt dabei großen Wert darauf, dass die erstellten Seiten auf allen bekannten Browsern zuverlässig angezeigt werden.

Das Programm verfügt zudem über eine Bibliothek, die alle Elemente enthält, die auf einer Homepage eingesetzt werden können. So lassen sich etwa vorgefertigte Formulare und Tabellen einfach per Drag & Drop aus der Bibliothek auf die fertige Seite setzen. Auch ein FTP-Client ist enthalten, mit dem die fertige Seite bequem auf den Webspace geladen werden kann. KompoZer kümmert sich dabei selbstständig um die richtige Ordnerstruktur. Nutzer, die bereits über Vorkenntnisse in HTML und CSS verfügen, können mit einem Klick zwischen der grafischen Gestaltung und dem Quellcode wechseln. Die Änderungen am Quellcode werden dann sofort für die fertige Seite übernommen. Das Erstellen einer Webpage funktioniert mit KompoZer also in beide Richtungen.

Die Nutzer von KompoZer profitieren nicht nur von der Tatsache, dass das Programm völlig kostenlos angeboten wird, sondern auch von der Aktivität der Nutzergemeinschaft. Ständig wird der Funktionsumfang der Software durch Plugins erweitert, das Programm kann hierdurch noch viel besser an die eigenen Ansprüche angepasst werden. Mit Hilfe dieser Plugins ist es zum Beispiel möglich, den Editor in KompoZer mit einem beliebigen anderen Texteditor zu ersetzen. Der HTML-Quellcode kann also zum Beispiel in Word bearbeitet werden und wird vom Plugin dann nahtlos in KompoZer integriert.

KompoZer ist also ein guter Einstieg in die Welt des Webdesigns. Auf der offiziellen Homepage des Programms steht zudem eine umfangreiche Dokumentation zum Download bereit, die auch die Grundlagen von HTML und CSS vermittelt. Zudem werden Einsteiger im Forum fündig, wenn sie Fragen zum allgemeinen Webdesign oder der Verwendung von KompoZer haben.

CKEditor

Der kostenlose CKEditor ist der meistverwendete Editor für das XHTML-Format, eine Erweiterung des typischen HTML. Vor allem Blogger nutzen den CKEditor, um die Texte auf ihren Blogs zu formatieren. Fast alle Blog- und Content Management Systeme nutzen den CKEditor für die Textverarbeitung. Auf Systemen, die auf einen anderen Editor setzen, kann dieser optional als Erweiterung installiert werden.

In den ersten Jahren nach ihrer Veröffentlichung wurde die Software noch unter dem Namen FCKEditor vertrieben, der Name setzt sich dabei aus den Initialen des Entwicklers Frederico Caldeira Knappen zusammen. Allerdings wird die Buchstabenkombination FCK im Internet häufig als Abkürzung für das englische Schimpfwort "Fuck" verwendet, was schließlich zur Umbenennung in CKEditor führte.

Im Gegensatz zu vielen anderen WYSIWYG-Editoren erfolgt das Erstellen einer Webseite mit dem CKEditor nicht anhand des HTML-Quellcodes oder grafisch sondern eng am Text. Im Prinzip handelt es sich um einen Texteditor, der speziell für Webtexte entwickelt wurde. Der Nutzer kann den Text über Schaltflächen frei formatieren, verlinken sowie Bilder einfügen und positionieren. Da es bei der Übernahme von Text aus Word in andere Editoren oft zu Darstellungsfehlern kommt, verfügt der CKEditor über eine spezielle Wordschnittstelle. Der Text kann nun einfach von Word in den CKEditor kopiert werden, die Formatierung bleibt dabei erhalten. Der Nutzer hat dabei die Wahl, die Texte entweder im Quellcode zu bearbeiten, wobei sich die HTML-Tags über die Buttons bequem und ohne Vorkenntnisse einfügen lassen, oder die WYSIWYG-Oberfläche zu nutzen. Hierbei wird der Text so angezeigt, wie er später bei einer Veröffentlichung im Netz aussehen wird.

Mit knapp 8 Millionen Downloads ist der CKEditor einer der erfolgreichsten kostenlosen Webeditoren überhaupt. Neben der Open Source Variante wird der Editor auch kommerziell an Unternehmen vertrieben, die den CKEditor in ihren Produkten verwenden. Zu den Kunden gehören dabei unter anderem die Softwareriesen Adobe und Oracle.

Dank seiner hohen Popularität und der Verwendung des Open Source Modells werden die Nutzer in die Weiterentwicklung des CKEditors eingebunden. Das führt dazu, dass sich der Funktionsumfang der Software durch Plugins erheblich erweitern lässt. So werden zum Beispiel Plugins zur Verfügung gestellt, mit denen Webformulare in den Text eingebunden werden können. Auch die Schaltflächen, die im CKEditor für die Formatierung des Textes genutzt werden, lassen sich nach Belieben anpassen.

Auch bei der Gestaltung der Nutzeroberfläche bietet der CKEditor dem Nutzer viele Möglichkeiten, diese an den eigenen Geschmack anzupassen. Dies geschieht mit der Hilfe von Skins, die sowohl auf der offiziellen Internetseite als auch an anderen Stellen im Netz kostenlos zum Download angeboten werden. Darüber hinaus stehen auf der Homepage nicht nur ausführliche Anleitungen zur Bedienung des CKEditor zur Verfügung, sondern auch Tutorials zur Programmierung eigener Plugins und Skins. Zusätzlich hat der Nutzer über den sogenannten CKBuilder die Möglichkeit, sich sein individuelles Paket aus CKEditor, Plugins und Skins vor dem Download zusammenzustellen. Die mühselige Erweiterung der Software nach der Installation entfällt also.

Mit diesen Funktionen ist der CKEditor vor allem für Nutzer, die auf ihrer Webseite hauptsächlich Text und Bilder anbieten wollen, eine gute Alternative. Der CKEditor lässt sich auch gut mit anderen Editoren kombinieren. So kann eine Homepage beispielsweise zunächst in einem anderen Editor erstellt und der CKEditor dann für die Formatierung von Kommentaren in die Webseite eingebunden werden.

Namo WebEditor

Der Namo Web Editor gehört zu den klassischen WYSIWYG-Editoren und wird bereits seit 1997 entwickelt. Die Software wird kommerziell vertrieben, die günstige Preisgestaltung richtet sich jedoch hauptsächlich an Privatanwender, die in ihrem HTML-Editor nicht auf professionelle Features verzichten wollen. Zusätzlich wird eine ältere Version des Namo WebEditor kostenlos angeboten.

Das Herzstück des Namo WebEditor ist seine WYSIWYG-Umgebung. Die Software war eines der ersten Programme, mit dem sich Interseitenseiten nicht nur über den HTML-Quellcode, sondern auch grafisch über Drag & Drop von HTML-Elementen in der Layout-Ansicht erstellen ließen. Per Knopfdruck kann der Nutzer dabei zwischen der HTML- und Layoutansicht wechseln. Bei der Arbeit am Quellcode werden alle HTML-Tags grafisch hervorgehoben, was zu einer übersichtlichen Trennung von HTML-Elementen und Inhalten führt. Die Layoutansicht stellt die eigene Homepage im Namo WebEditor dagegen so dar, wie sie später im Internet durch einen Browser angezeigt wird. Der Nutzer kann die einzelnen Elemente mit der Maus frei verschieben, ausrichten, hinzufügen und entfernen.

Zu den weiteren Features gehört eine Projektübersicht. Nutzer, die den Namo Web Editor für mehrere Internetseiten nutzen, bekommen die verschiedenen Projekte hier übersichtlich dargestellt. Auch die für die einzelnen Projekte verwendeten Bilder werden in einer zentralen Bildergalerie gespeichert und lassen sich so ohne umständliches Kopieren in den verschiedenen Seiten verwenden.

Darüber hinaus war der Namo WebEditor einer der ersten HTML-Editoren, der das einfache Einfügen von div-Tags erlaubte, die zur Definition von Ebenen in einer Webseite genutzt werden. Auch bei der Gestaltung der Seite durch CSS wird der Nutzer von der Software unterstützt. Ältere Projekte können in den Namo WebEditor importiert werden. Das ist selbst dann möglich, wenn diese mit einem anderen Editor erstellt wurden.

Seine attraktive Preisgestaltung macht den Namo Web Editor vor allem bei Nutzern beliebt, die ihre ersten Schritte im Webdesign machen wollen. Für diese Zielgruppe enthält der Editor ein Paket von insgesamt über 200 Homepage Vorlagen, die über den WYSIWYG-Editor individuell verändert und angepasst werden können. Darüber hinaus steht eine umfangreiche Bibliothek bereits vorgefertigter HTML-Elemente zur Verfügung. Hierin finden sich unter anderem Web-Formulare, Java-Skripte und andere häufig im Internet verwendete Elemente. Zusätzlich verfügt der Editor über einen Quiz-Generator, mit dem sich individuelle Quizspiele und Umfragen erstellen lassen. Solche interaktiven Elemente einer Webseite sind in der Regel sehr publikumswirksam und erhöhen die Besucheranzahl auf der Homepage.

Zusätzlich zur bereits erwähnten älteren und kostenfreien Version hat der Nutzer die Möglichkeit, die aktuelle Version des Namo WebEditor unverbindlich und kostenlos als Trial zu testen. Gerade für Anfänger bietet der Namo WebEditor einige sehr nützliche Funktionen und Hilfestellung, auch wenn professionelle Features wie etwa ein integrierter FTP-Client, fehlen. Besonders attraktiv dürfte der Namo WebEditor jedoch für Blogger sein, da einige der bekanntesten Blogsysteme von der Software unterstützt werden. Der Editor kann dann genutzt werden, um die einzelnen Blogbeiträge zu schreiben und zu formatieren. Die Inhalte werden dann mit einem einzigen Klick in die unterstützten Blogging-Plattformen übertragen.

Microsoft Expression Web

Microsoft Expression Web ist der offizielle Nachfolger der Webdesign-Software Frontpage. Im Gegensatz zu vielen anderen HTML-Editoren handelt es sich um eine kommerzielle Software, die zu einem hohen Preis vertrieben wird, entsprechend hoch ist jedoch auch der Funktionsumfang. Insbesondere werden nicht nur HTML und CSS, sondern auch die Programmiersprachen PHP und Java unterstützt. Microsoft Expression Web richtet sich deshalb in erster Linie an professionelle Webentwickler.

Auch Microsoft Expression Web basiert auf einer WYSIWYG-Engine, deren Benutzeroberfläche sehr funktionsreich aber dennoch übersichtlich gestaltet wurde. Der Nutzer hat die Wahl zwischen einer Ansicht des HTML-Quellcodes sowie einer Layoutansicht. Bei der Arbeit am Quellcode errechnet die Software in Echtzeit das Ergebnis der Seite, wie sie später im Internet dargestellt wird. Umgekehrt wird bei der Nutzung der Layoutansicht automatisch der dazu passende Quellcode berechnet.

Für die Nutzung von CSS stehen in Microsoft Expression Net sehr viele nützliche Funktionen zur Verfügung. So werden etwa die passenden CSS-Dateien aus dem grafisch erstellten Layout der Seite berechnet, zudem können verschiedene CSS-Dateien per Drag & Drop auf eine Internetseite angewendet werden, um alternative Layouts zu testen.

Bei der Entwicklung von Microsoft Expression Web wurde auf die Einhaltung der Standards geachtet, die vom World Wide Web Consortium festgelegt wurden. Hierdurch wird eine Kompatibilität der mit Microsoft Expression Web erstellten Seiten für alle Browser gewährleistet. Über die Engine der Software können die verschiedenen Browser getestet werden. Zusätzlich ermöglicht die Funktion Super Preview ein Übereinanderlegen der Darstellungen in den verschiedenen Browsern. Dadurch lassen sich selbst minimale Unterschiede in der Darstellung schnell ausfindig machen und korrigieren. Weitere Funktionen erlauben das Erstellen von barrierefreien Webseiten, erleichtern also die Programmierung von Internetseiten für behinderte Nutzer.

Darüber hinaus bietet Microsoft Expression Web dem Nutzer eine Reihe von Elementen, mit denen die Interaktivität der Homepage gefördert werden kann. Hierzu gehören vor allem die Formulare, die mit wenigen Klicks in eine Seite eingefügt werden können, und dem Besucher der Homepage die Möglichkeit geben, mit dem Betreiber per E-Mail in Kontakt zu treten. Optional können auch Funktionen in die Seite eingefügt werden, mit denen sich diese Formulare ausdrucken lassen.

Wie bereits erwähnt, geht Microsoft Expression Web in seinem Funktionsumfang weit über das Programm üblicher und kostenloser HTML-Editoren hinaus. Vor allem die Unterstützung der Programmiersprache PHP hebt die Software von den Angeboten für Einsteiger ab. Mit PHP können dynamische Programme für Webseiten erstellt werden, Microsoft Expression Web bietet hierfür eine vollständige Entwicklerumgebung.

Die fertigen Seiten werden dann von Microsoft Expression Web über die integrierte FTP-Schnittstelle auf den Webserver geladen und sind nun im Internet verfügbar. Diese Funktion unterstützt nicht nur mit Microsoft Expression Web erstellte Projekte. Auch Webseiten, die mit den Produkten anderer Hersteller produziert wurden, können in Microsoft Expression Web importiert, bearbeitet und veröffentlicht werden. Diese Funktionen machen Microsoft Expression Web zu einem effektiven Arbeitsmittel für professionelle Webentwickler, die neben einem reinen HTML-Editor auch eine Arbeitsumgebung für die PHP-Programmierung benötigen. Zwar werden sich wohl auch Einsteiger in der übersichtlichen Benutzeroberfläche schnell zurecht finden, diese dürften vom vergleichsweise hohen Preis der Software jedoch eher abgeschreckt werden.

Dreamweaver

Dreamweaver ist einer der bekanntesten WYSIWYG-Editoren. Vor allem seit der Übernahme der Software durch Adobe erfreut sich der Webeditor vor allem bei professionellen Anwendern hoher Popularität. Mit seinem vergleichsweise hohen Preis, dem hohen Funktionsumfang und einer recht komplexen Bedienung, die eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert, ist Dreamweaver für Einsteiger im Bereich des Webdesigns jedoch eher nicht geeignet.

Bei der Entwicklung von Dreamweaver wurde großen Wert auf die Erstellung von sauberem HTML-Code gelegt, der von allen gängigen Browsern fehlerlos interpretiert werden kann. Es ist auch möglich, mit anderen Editoren erstellte Projekte in Dreamweaver zu importieren und darin zu bearbeiten. In diesem Fall nimmt Dreamweaver nur die nötigsten Änderungen am Code vor, ohne Kompatibilitätsprobleme zu verursachen.

Wie für WYSIWYG-Editoren üblich, findet die Entwicklung einer Webseite in Dreamweaver auf zwei verschiedene Arten statt. Einerseits verfügt die Software über alle Funktionen eines HTML-Editors, stellt also die HTML-Elemente und Tags farblich hervorgehoben dar, korrigiert Fehler wie versehentlich offen gelassene Tags und bietet eine Funktion zur Auto-Vervollständigung. Zusätzlich kann die Homepage auch intuitiv in der Layoutansicht gestaltet werden. So lassen sich etwa wie in einem Bildbearbeitungsprogramm Textfelder einzeichnen, Bilder und Grafiken können ebenfalls mit der Maus durch Ziehen vergrößert und verkleinert werden, sonstige Elemente werden einfach per Drag & Drop in die Seite eingefügt.

Was Dreamweaver deutlich von der Konkurrenz abhebt, ist die seit der Version CS 5.5 integrierte Funktion PhoneGap, mit der sich Apps für Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen Android und iOS entwickeln lassen. Auch für diese Funktion stehen die Möglichkeiten der WYSIWYG-Entwicklung zur Verfügung. Zusätzlich bietet Adobe mit der Smartphone-App Adobe Proto die Möglichkeit, das Grunddesign von Webseiten intuitiv auf Smartphones und Tablets zu entwickeln. Diese Designs werden dann als Archivdatei exportiert, können anschließend in Dreamweaver importiert und dort bearbeitet und fertig gestellt werden.

Da Dreamweaver als Bestandteil der meisten Adobe Suiten mitgeliefert wird, kommt das Programm auf eine sehr hohe Verbreitung unter Webdesignern und -Entwicklern. Wer also ohnehin über eine Lizenz der Software verfügt, sollte sich die Zeit nehmen, den enormen Funktionsumfang von Dreamweaver kennen zu lernen. Für Anfänger, die zunächst einmal die Grundlagen der Entwicklung von Webseiten verstehen wollen, sind die kostenlosen Angebote wohl empfehlenswerter.

Content Management Systeme

Content Management Systeme, kurz CMS haben in den letzten Jahren vor allem durch den Siegeszug der Blogs eine enorme Bedeutung für die Erstellung und vor allem die Verwaltung eigener Webseiten erfahren. Content Management System bedeutet übersetzt so viel wie Inhaltsverwaltungssystem. Für ihre Bedienung sind keinerlei HTML-Kenntnisse erforderlich, die Verwaltung der Homepage findet ausschließlich über eine grafische Benutzeroberfläche statt.

Aufgrund ihrer einfachen Bedienung, den vielen vor allem interaktiven Zusatzfunktionen und dem großen Angebot an kostenlosen Content Management Systemen haben die mit ihnen erstellten Blogs die klassischen privaten Webseiten fast vollständig ersetzt. Zu den größten Anbietern dieser Systeme gehören vor allem Wordpress, Joomla und Blogger. Je nach System werden die CMS entweder offline am Desktop bedient, die Inhalte dann später ins Internet geladen, oder stehen als webbasierte Anwendungen zur Verfügung. Im Rahmen der CMS, die für Blogs genutzt werden, ist die zweite Variante deutlich weiter verbreitet.

Funktionsweise von CMSen

Wie erstelle ich eine Webseite mit einem CMS? Im Gegensatz zur Verwendung eines klassischen HTML-Editors für das Erstellen einer Homepage können vor allem Blogs mit einem CMS erstellt werden, ohne dass hierfür grundlegende Kenntnisse in HTML und CSS erforderlich wären. Die Funktionsweise von Content Management Systemen teilt sich dabei in zwei Bereiche auf. Der erste Bereich, das sogenannte Frontend stellt die eigentliche Homepage oder den Blog dar. Hier werden also die Inhalte im Browser angezeigt. Diese Inhalte werden im Backend durch den Betreiber des Blogs erstellt und verwaltet. Hierfür steht meist ein Texteditor zur Verfügung, der zusätzliche Funktionen für das einfache Einfügen von Bildern und weiteren HTML-Inhalten bietet.

Die im Backend erstellten Inhalte werden dann in HTML umgerechnet und im Frontend angezeigt. In der Regel bieten die Blogsysteme dabei eine große Auswahl vorgefertigter Vorlagen, Themes und Templates, aus denen sich der Nutzer je nach Geschmack ein eigenes Design aussuchen kann. Ein großer Vorteil von Blogs gegenüber der klassischen Homepage liegt darin, dass die Inhalte auf einer Webseite in der Regel statisch sind, also bereits bei der Erstellung der Homepage festgelegt werden und nachträglich nicht online geändert werden können. Blogs bieten dem Nutzer dagegen dynamische Inhalte, die mit jeder Ausgabe neu berechnet werden. Auch die Interaktivität für den Besucher lässt sich mit Blogs wesentlich einfacher umsetzen, so besteht eine der Grundfunktionen von Blogs etwa in einem Kommentarsystem, durch das die Besucher die einzelnen Beiträge kommentieren und miteinander kommunizieren können.

Außerdem wird die gemeinschaftliche Arbeit an einer Homepage durch ein CMS deutlich erleichtert. Hierfür existieren verschiedene Benutzergruppen, deren Berechtigungen vom Admin festgelegt werden können. Ein CMS kann also von mehreren Autoren bedient werden, die individuell Artikel und Inhalte erstellen und veröffentlichen können, ohne dass diese Zugriff auf die Grundfunktionen der Seite haben.

Content Management Systeme eignen sich jedoch nicht nur für das Erstellen von Blogs, auch normale Webseiten können mit den intuitiv zu bedienenden CMSen erstellt und verwaltet werden. In der Regel hat der Benutzer hierbei völlig freie Kontrolle über die Gestaltung der Seite, kann also entweder fertige Themes nutzen oder ein eigenes Layout entwerfen, das mit dem jeweiligen CMS kompatibel ist. Viele Unternehmen setzen bei der Verwaltung ihres Webauftritts heute auf Content Management Systeme. Gerade wenn regelmäßig viele Inhalte online gestellt werden sollen, bieten die CMS eine sehr einfache und effektive Möglichkeit diese zu verwalten, ohne in den Quellcode der Seite eingreifen zu müssen.

Der größte Vorteil von CMSen für die Erstellung von Webseiten besteht jedoch darin, dass sie dem Nutzer eine Reihe von professionellen Funktionen bieten, die ansonsten sehr zeitaufwendig entwickelt oder erworben werden müssten. So ist in den meisten Content Management Systemen bereits ein effektiver Spamschutz integriert, die Inhalte werden übersichtlich archiviert und vorgefertigte Skripte lassen sich einfach und intuitiv in die eigene Homepage einbinden. Zudem werden für die meisten CMS Erweiterungen und Plugins entwickelt, mit denen der Funktionsumfang des CMS individuell erweitert werden kann.

Zwar profitieren vor allem Nutzer, die über keine HTML-Kenntnisse verfügen von einem CMS, heute werden die Systeme aber auch von professionellen Webseiten und erfahrenen Nutzern eingesetzt. Mit einem CMS kann die eigene Webpage sehr leicht aktuell gehalten und individuell angepasst werden. Je nach den eigenen Fähigkeiten in HTML und CSS kann das Funktionsangebot dieser Systeme entweder durch fertige Erweiterungen oder eigene Entwicklungen erhöht werden.

Vorlagen/Themes/Templates

Wie erstelle ich eine Internetseite ohne Kenntnisse von HTML oder CSS? Grundsätzlich empfiehlt sich in diesem Fall die Verwendung eines Content Management Systems. Dann brauchen Sie sich über die Verwaltung Ihrer Seite keine Gedanken zu machen, diese erfolgt in den meisten Fällen über eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche. Dennoch muss die Seite natürlich gestaltet werden. Vor allem Blogs bestehen dabei aus einer Vielzahl von Elementen und Funktionen, wie etwa einem Kommentarsystem, dem Archiv und dem Design der eigentlichen Artikel.

Glücklicherweise gibt es im Internet mittlerweile ein breites Angebot an Vorlagen, die all diese Elemente bereits enthalten. Vor allem im englischen Raum werden diese auch als Themes oder Templates bezeichnet. Oft stehen sie kostenlos zur Verfügung, einige besonders aufwendig gestaltete Vorlagen müssen jedoch erworben werden. Der große Vorteil der Vorlagen besteht selbstverständlich darin, dass Sie diese nur noch auswählen, in das CMS integrieren und aktivieren müssen, schon können Sie Inhalte auf Ihrer eigenen Seite verwenden.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht alle Vorlagen auch mit allen CMS verwendet werden können. Bei der Auswahl des CMS sollten deshalb vor allem Anfänger das Angebot an Themes und Erweiterungen berücksichtigen. In den letzten Jahren hat sich Wordpress als unangefochtener Spitzenreiter im Bereich der privat genutzten CMS behauptet, dementsprechend viele Themes gibt es auch für das System.

Normalerweise bieten die CMS bereits von Haus aus viele Vorlagen für die eigene Seite an. Hieraus muss bei der Einrichtung dann nur noch das Design gewählt werden, das den eigenen Geschmack am besten trifft. Wer in diesem Angebot nicht fündig wird, kann aber auch im Internet nach geeigneten Vorlagen suchen. Oft werden diese sogar von professionellen Webdesignern gratis angeboten, um Werbung für ihre Dienste zu machen. Meist liegen der Vorlage dann ausführliche Installationsanleitungen bei, mit denen auch Anfänger keine Probleme bei der Einrichtung des Themes haben.

Wer bereits über grundlegende Kenntnisse in HTML und CSS verfügt, kann die Dateien der Vorlage problemlos individuell anpassen, etwa Farben, Schriftart und Grafiken ändern oder das grundlegende Layout selbst gestalten. Für diesen Zweck empfiehlt sich die Verwendung von Quellcode Plugins, die für die meisten Browser angeboten werden. Mit Ihnen können Sie sich den Quellcode der Vorlage anzeigen lassen und so lange ändern, bis Sie zufrieden sind. Die Änderungen müssen Sie dann nur noch in die HTML Datei des Themes übernehmen. Vor allem Nutzer, die ganz konkrete Vorstellungen haben wie ihre Seite aussehen soll, sollten sich deshalb zumindest mit den grundlegenden Elementen von HTML vertraut machen.

Das Angebot von Themes im Internet richtet sich also nicht nur an Nutzer, die sich bisher noch nie mit HTML beschäftigt haben. Selbst für Profis stehen spezielle Themes zur Verfügung, sogenannte Rohlinge. Diese sind bereits auf die Funktionen des jeweiligen CMS angepasst, das Layout und alle sonstigen Fragen des Designs werden dann aber vom Nutzer hinzugefügt.

Joomla

Joomla ist eines der weltweit populärsten CMS und kann kostenlos genutzt werden. Das Projekt wird unter der Open Source Lizenz betrieben, die Nutzer sind also eingeladen, sich an der Entwicklung von Joomla zu beteiligen. Dieses Angebot wird vor allem in Deutschland sehr stark in Anspruch genommen. So finden in regelmäßigen Abständen Usertreffen im ganzen Bundesgebiet, Österreich sowie der Schweiz statt.

Als vollwertiges CMS eignet sich Joomla vor allem für den Betrieb dynamischer Webseiten, auf denen regelmäßig Inhalte in verschiedenen Kategorien veröffentlicht werden. Das System, das Joomla zu Grunde liegt, teilt sich dabei in drei Bereiche auf. Man unterscheidet zwischen der funktionellen Seitenverwaltung, dem Inhaltsbereich sowie dem Layout.

Die funktionelle Seitenverwaltung betrifft zunächst die Installation der Software auf einem Webserver, die Verwaltung der einzelnen Seitenkomponenten und die Erweiterung der Funktionen durch Plugins. In der Regel wird diese Aufgabe von einem Admin übernommen, der bereits über Kenntnisse in HTML, CSS und PHP verfügt. Allerdings finden auch Anfänger dank der Anleitungen und Tutorials schnell das nötige Wissen, um diese Schritte selbst vornehmen zu können. Im Zweifel steht auch eine sehr aktive Community zur Verfügung, die Anfängern gerne Hilfestellungen bei Problemen gibt.

Der Inhaltsbereich dient dazu, die mit Joomla erstellte Seite mit Inhalten zu füttern. Das ist die Aufgabe des Autors, der auch identisch mit dem Admin sein kann. Selbstverständlich kann der Admin auch mehreren Nutzern ein eigenes Autorenkonto zuweisen. Die Autoren loggen sich mit ihren Benutzerdaten in der Software ein und erhalten Zugriff auf den Autorenbereich. Das Erstellen von Texten und Hinzufügen von Bildern geschieht dann über einen intuitiven WYSIWYG-Editor, die Autoren müssen also nicht über eigene Kenntnisse in HTML und CSS verfügen, sondern können sich ganz auf das Erstellen der Inhalte konzentrieren.

Schließlich wird im Layoutbereich das Design der Seite bestimmt. Der Admin kann einstellen, welche Vorlagen und Themes verwendet werden sollen. Die Vorlagen können entweder mit einem HTML-Editor selbst erstellt werden oder bereits fertig aus dem Internet geladen werden. Aufgrund der hohen Popularität von Joomla gibt es ein sehr großes Angebot an Vorlagen. In der Regel werden diese kostenlos angeboten und können nach den Wünschen des Nutzers geändert werden. Besonders exklusive Vorlagen werden dagegen gegen ein Entgelt verkauft. Darüber hinaus bietet Joomla offizielle Themes an. Diese haben den Vorteil, dass der Quellcode überprüft und garantiert fehlerfrei erstellt wurde. Auf der Webseite von Joomla finden Interessierte zudem sehr nützliche Tutorials zum Erstellen eigener Vorlagen.

Joomla ist also ideal für Projekte geeignet, an denen mehrere Autoren mitwirken. Aber auch Einzelnutzer können die Aufgaben des Admins und Autors in Personalunion wahrnehmen. Wer sich für diesen Schritt entscheidet, sollte allerdings grundlegende Kenntnisse im Webdesign mitbringen oder sich in das von Joomla bereit gestellte Informationsmaterial einarbeiten. Neben dem benutzerfreundlichen Design und der problemlosen Verwaltung dynamischer Seiten profitieren die Nutzer von Joomla auch von der sehr aktiven Community. Diese sorgt nicht nur dafür, dass die Software fortlaufend weiterentwickelt wird, sondern programmieren auch optionale Plugins, die das ohnehin schon hohe Leistungsangebot Joomlas durch weitere nützliche Funktionen erweitern.

Drupal

Das OpenSource-Projekt Drupal wird bereits seit 2001 entwickelt. Die Software stellt auf den ersten Blick ein klassisches Content Management System dar, unterscheidet sich aber in wesentlichen Punkten von seinen Mitbewerbern. Wie die anderen Systeme eignet sich auch Drupal für die Erstellung einer eigenen Webseite. HTML-Kenntnisse sind dafür nur bei der Installation und grundlegenden Einrichtung erforderlich. Das Erstellen und Bearbeiten von Inhalten findet über eine intuitive Benutzeroberfläche mit einem eingebundenen WYSIWYG-Editor statt. Diese Funktionen sind besonders für die Erstellung von Blogs und Webseiten geeignet, die regelmäßig dynamische Inhalte veröffentlichen.

Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Kanzlei stellen jedoch die in Drupal integrierten Community Funktionen dar. Drupal ermöglicht seinen Nutzern damit die Erstellung eines eigenen sozialen Netzwerks. Dazu gehören vor allem eigenständige Foren, in denen sich die Nutzer untereinander austauschen können. Dabei verfügt Drupal über ein umfangreiches Nutzerklassensystem. Den einzelnen Nutzern können unterschiedliche Rollen zugewiesen werden. So dürfen Mitglieder des Projekts beispielsweise nur Artikel veröffentlichen, während Moderatoren diese auch bearbeiten und löschen können.

Drupal bietet auch die Möglichkeit, dass die Nutzer der Seite jeweils eigene Blogs mit ihrem eigenen Layout, Design und Inhalt veröffentlichen können. Diese umfangreichen Community Funktionen machen Drupal vor allem für große Seiten unverzichtbar, die auf Interaktivität angewiesen sind. So läuft beispielsweise das Kommentarsystem der Onlineausgabe von Die Welt über Drupal.

Zu den weiteren Features von Drupal gehört das sogenannte Taxnomiesystem. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich die Möglichkeit, Inhalte klar strukturiert in einer frei festlegbaren Hierarchie zu veröffentlichen. Die ausgefeilte Kommentarfunktion erlaubt das Darstellen der Nutzerkommentare in einer Baumstruktur, also mit einzelnen Threads, die vor allem bei umfangreichen Diskussionen für Übersichtlichkeit sorgen. Dazu ist Drupal Multisite-fähig. Im Gegensatz zu vielen anderen CMS, die nur eine Seite pro Installation erlauben, kann Drupal mehrere Seitenprojekte innerhalb einer Installation verwalten.

Drupal bietet bereits in seiner Grundversion viele nützliche Funktionen. Diese lassen sich jedoch über eine Vielzahl an Erweiterungen erweitern. Bei Drupal werden diese Erweiterungen Module genannt. Die Module werden teilweise von den Drupal Entwicklern selbst, teils durch die Community in Eigenregie herausgegeben. Mit Modulen kann Drupal beispielsweise eine Kalenderfunktion hinzugefügt werden. Es ist auch möglich, den integrierten Texteditor durch eine Alternative wie den WYSIWYG CKEditor zu ersetzen, der für die Bearbeitung von Texten besonders viele nützliche Funktionen bietet. Mit E-Commerce Modulen kann Drupal in ein vollwertiges Shopsystem verwandelt werden.

Mit all diesen Funktionen ist Drupal besonders bei professionellen Webauftritten sehr verbreitet. Heute laufen fast 2% aller Internetseiten auf der Grundlage von Drupal. Bei allen Vorteilen sollten jedoch auch die Nachteile nicht verschwiegen werden. Drupal ist zwar besonders gut für die Verwaltung eines großen Projekts mit vielen Mitwirkenden geeignet, Performance beim Betrieb einer Einzelseite bleibt jedoch in der Regel hinter der Konkurrenz zurück. So werden einzelne Seiten, die auf der Grundlage von Wordpress oder Joomla erstellt wurden, in der Regel wesentlich schneller angezeigt. Im Gegensatz zu Drupal nehmen die Entwickler der anderen Content Management Systeme auch besondere Rücksicht auf die Abwärtskompatibilität ihrer Weiterentwicklungen. Bei Drupal sind die neuen Versionsnummern dagegen in der Regel nicht mit den älteren Modulen kompatibel.

Typo3

Während sich die meisten Content Management Systeme besonders einsteigerfreundlich präsentieren, und dem Nutzer die Einrichtung und Verwaltung einer Homepage ohne tiefgehende Vorkenntnisse ermöglichen wollen, richtet sich Typo3 eher an erfahrene Anwender. Bei der Erstellung und Verwaltung einer Homepage mit Typo3 sind nicht nur genaue Kenntnisse in HTML und CSS erforderlich, zusätzlich verfügt das System mit TypoScript über eine eigene Programmiersprache, die eine Arbeitszeit von mehreren Monaten erfordert.

Wer sich auf diese Herausforderung jedoch einlässt, profitiert von einem enormen Funktionsumfang, den viele andere CMS nicht bieten können. Als typisches CMS verfügt Typo3 über drei Bereiche. Das Layout und die Konfiguration der Seite sind dabei eher kompliziert und in der Regel nur von erfahrenen Webdesignern beherrschbar. Hiervon getrennt bietet Typo3 jedoch auch ein klassisches Backend, also eine Benutzeroberfläche, über die Inhalte erstellt und bearbeitet werden. Dieses Backend kann in der Regel ohne tiefgehende Kenntnisse in HTML und CSS genutzt werden.

Das Backend von Typo3 bietet eine Reihe professioneller Funktionen. Texte werden über einen WYSIWYG Editor erstellt und bearbeitet. Für das Einfügen von Bildern und Grafiken ist bereits ein leistungsfähiger Bildeditor integriert, mit dem die Bilder skaliert, zugeschnitten und ausgerichtet werden können. Normalerweise sind hierfür keine HTML-Kenntnisse erforderlich. Die eher komplizierte Installation und Konfiguration von Typo3 wirkt sich also nicht auf das Erstellen der eigentlichen Inhalte im Backend aus.

Typo3 ist in mehreren Sprachen verfügbar, erfreut sich aber vor allem im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit. Zu den Funktionen gehört unter anderem ein umfangreiches Nutzerverwaltungssystem. Die Rollen und Rechte der Nutzer eines Projekts können individuell festgelegt und verteilt werden. Dabei ist die Rolle des Admins normalerweise dem Nutzer vorbehalten, der für die Installation und Verwaltung des Systems verantwortlich ist. Demgegenüber können den Autoren eigene Klassen zugewiesen werden, wodurch deren Zugriff auf das Backend beschränkt wird. Die Nutzerklassen in Typo3 sind frei konfigurierbar. Es lässt sich also sehr genau einstellen, welche Rechte ein einzelner Nutzer oder eine ganze Klasse haben sollen.

Über Erweiterungen können die Funktionen von Typo3 ergänzt werden. Diese werden meistens von den Mitgliedern der großen Nutzergemeinde programmiert. Besonders nützliche und erfolgreiche Anwendungen werden oft in die Grundfunktionen neuerer Typo3-Versionen übernommen. Die Erweiterungen werden im Internet in verschiedenen Kategorien angeboten. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Erweiterungen für das Frontend beziehungsweise das Backend. Das Backend die Arbeitsumgebung für das Erstellen von Inhalten, das Frontend bezeichnet die eigentliche Homepage, die einem Besucher im Browser dargestellt wird. Erweiterungen für das Backend erleichtern also in der Regel die Arbeitsweise in Typo3 oder fügen neue Funktionen hinzu, wirken sich aber nicht direkt auf das Erscheinungsbild der Seite aus. Die Erweiterungen für das Frontend betreffen dagegen direkt das Layout und Design der Seite.

Obwohl Erweiterungen bei allen großen CMS zum Standard gehören, haben die Anwender bei der Verwendung von Erweiterungen für Typo3 wesentlich mehr Spielraum. Beispielsweise lässt sich die Homepage über Erweiterungen in ein vollwertiges Shopsystem umwandeln. Auch interaktive Elemente wie Kommentarfunktionen, Foren, Chats und Gästebücher können individuell nachgerüstet werden.

Typo3 kommt heute vor allem auf großen und professionellen Seiten zum Einsatz. Beispielsweise nutzt der Deutsche Fußballbund das System für seinen Webauftritt. Der große Bedarf bei kommerziellen Webanbietern hat dafür gesorgt, dass sogar eine eigene Zertifizierung für Typo3 Entwickler eingeführt wurde. Diese beraten Unternehmen beim Einsatz des Systems oder übernehmen die Installation und Wartung selbst.

Wordpress

Wie erstelle ich eine eigene Homepage? Bei der Beantwortung dieser Frage fällt früher oder später stets der Begriff Wordpress. Die kostenlose Software ist heute mit großem Abstand das bekannteste und beliebteste Content Management System. Seinen Ursprung hatte Wordpress im Jahre 2002 mit der Idee, ein benutzerfreundliches Blogsystem anzubieten, bei dem der Anwender keine Kenntnisse von HTML oder CSS braucht, um seine eigene Seite online zu stellen. Bis dahin musste der Nutzer zum Verwalten einer Homepage entweder selbst in den Quellcode eingreifen oder sich mit sehr eingeschränkten Funktionen zufrieden geben.

Wordpress stellt dagegen ein vollwertiges Content Management System zur Verfügung, mit dem auch Anfänger eine eigene Seite gestalten und verwalten können. Wordpress ermöglicht nach eigenen Angaben die vollständige Einrichtung einer eigenen Homepage inklusive Installation auf einem Webserver innerhalb von 5 Minuten. Durch die Erweiterungsmöglichkeit mit unzähligen Plugins finden aber auch Profis genug Funktionen für ihre Ansprüche.

Die Entwickler bieten Wordpress in zwei unterschiedlichen, kostenlosen Versionen zur Verfügung. Das klassische Wordpress CMS wird auf einem eigenen Webserver installiert. Das ermöglicht dem Nutzer eine große Flexibilität bei der Verwendung von Themes und Plugins. Darüber hinaus wird mit Wordpress.com ein webbasiertes Blogsystem zur Verfügung gestellt, das auf den Servern von Wordpress läuft. Die Homepage ist dabei unter Adresse http://seitenname.wordpress.com/ erreichbar. Die Einrichtung dieser Version läuft denkbar einfach ab, der Nutzer wird Schritt für Schritt durch die Konfiguration geführt und wählt das gewünschte Design sowie den Titel aus, legt die Einstellungen fest und kann bereits kurz darauf damit beginnen, seine Internetseite mit Inhalten zu füllen.

Wie bei allen CMS muss auch bei Wordpress zwischen mindestens zwei Grundbereichen unterschieden werden. Das Frontend stellt die eigentliche Webseite dar, also die Anzeige im Browser eines Besuchers. Die Darstellung der Seite lässt sich mit Themes und Plugins beliebig gestalten. Hiervon zu unterscheiden ist das Backend. Der Betreiber der Seite loggt sich dort mit seinem Namen und Passwort ein und kann nun auf der übersichtlichen Oberfläche die Inhalte erstellen und die Seite verwalten. Für die Erstellung von Inhalten ist dabei vor allem der leistungsstarke aber dennoch einfach zu bedienende WYSIWYG-Editor zuständig. Auch ein Bildeditor ist vorhanden. Dieser fügt Bilder entweder über eine URL oder von einer Datei auf der Festplatte in den Text ein. Vor der Veröffentlichung können die Bilder noch bearbeitet und verändert werden.

Das Angebot von Plugins, die den Funktionsumfang der Software erweitern, übertrifft die Angebote der Konkurrenz deutlich. Hier profitiert Wordpress von seiner sehr großen und aktiven Nutzergemeinde. Die Plugins werden im Portal von Wordpress von anderen Nutzern bewertet und sind je nach ihrem Einsatzbereich nach verschiedenen Kategorien geordnet. Besonders beliebt sind dabei die Plugins zur Einbindung sozialer Medien wie Facebook und Twitter. Die Plugins werden einfach in den dafür vorgesehenen Ordner auf dem Webserver geladen und lassen sich dann über das Backend installieren. Noch einfacher geht die Einbindung zusätzlicher Funktionen aber mit den sogenannten Widgets. Im Grunde handelt es sich dabei um Plugins, die im Backend von Wordpress grafisch dargestellt werden und sich per Drag & Drop frei auf der Seite platzieren lassen.

Bereits die Standardthemes von Wordpress wirken zwar schlicht aber sehr professionell und zweckmäßig. Falls der Anwender unter den von Wordpress angebotenen Vorlagen keinen Favoriten findet, hat er die freie Wahl aus unzähligen meist kostenlosen Themes im Internet. Für kein anderes CMS werden so viele Vorlagen angeboten, wie für Wordpress.

Wordpress eignet sich deshalb nicht nur für Anfänger, die ihre ersten Schritte mit der eigenen Homepage machen wollen. Die große Funktionalität und die vielen Möglichkeiten zur Erweiterung machen die Software auch bei fortgeschrittenen Anwendern sehr populär. Die große Verbreitung von Wordpress bringt zudem den Vorteil mit sich, dass es für keine andere Plattform mehr Foren, Communities, Anleitungen, Bücher und Videotutorials gibt. Zwar erfordert auch Wordpress einige Zeit zum Einarbeiten in die vielzähligen Funktionen und Features, mit diesen Angeboten können aber auch Anfänger ihr Wissen schnell erweitern.

Jux

Jux ist der Newcomer unter den CMS und geht einen völlig neuen Weg: Innovatives Design und die volle Ausnutzung der Möglichkeiten von sozialen Medien stehen hier klar im Vordergrund. Wie bei anderen CMS üblich, besteht eine Homepage in Jux aus einem Frontend sowie einem Backend. Im Backend werden alle Einstellungen vorgenommen, die das Frontend, also die eigentliche Internetseite, betreffen und die Inhalte festgelegt.

Während die meisten Mitbewerber jedoch auf klassische und seriöse Designs setzen, sind der eigenen Kreativität bei Jux keine Grenzen gesetzt. Obwohl es sich im Prinzip um ein klassisches CMS oder Blogsystem handelt, sehen die mit Jux erstellten Seiten aus wie kleine Kunstwerke. Bemerkenswert ist auch die Entscheidung, Jux völlig kostenfrei anzubieten. Es fallen lediglich Gebühren für den Webspeicherplatz an. Nicht einmal Werbeeinblendungen oder ein Hinweis auf das System müssen in die Seite eingefügt werden. Stattdessen legt Jux hohen Wert auf den Community-Gedanken.

Ein Nutzer, der Jux zum Erstellen einer Webpage nutzt, kann diese den anderen Usern zur Verfügung stellen, die diese Seite dann wiederum als Grundlage für die eigenen Projekte nutzen können. So soll für einen ständigen Nachschub aktueller und kreativer Vorlagen gesorgt werden. Zudem sind die bekannten sozialen Medien wie Facebook und Twitter direkt in die Jux Seiten eingebunden. Mit einem einzigen Klick können Inhalte in den Netzwerken geteilt und diskutiert werden.

Auch die Verwaltung der Seiten ist in Jux sehr innovativ gestaltet. Anstatt ein übliches Menü zu verwenden, erfolgen alle Einstellungen direkt auf der Seite mittels Drag & Drop Aktionen. Damit erinnert Jux eher an einen vollwertigen WYSIWYG HTML Editor als an ein CMS. Sämtliche Elemente lassen sich dabei völlig frei auf der Seite platzieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten beinhaltet Jux im Backend auch einen Quellcodeeditor, mit dem die verwendeten Themes ohne Einschränkungen verändert und angepasst werden können.

CMS installieren

Für die Erstellung einer Webseite mit einem CMS gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten. Die Nutzung eines Webservers mit bereits vorinstalliertem CMS oder die selbstständige Installation auf einem eigenen Webserver. Die eigene Installation hat dabei den Vorteil, dass der Anwender volle Kontrolle über seine Dateien hat. Er ist beim Einbinden von Plugins und Themes nicht an das Angebot des vorinstallierten CMS gebunden. Bei der Installation gibt es dabei je nach Anbieter des CMS einige Unterschiede. Viele Punkte sind aber bei allen Systemen gleich.

Zunächst einmal wird ein Webserver benötigt, der die Installation eines Content Management Systems unterstützt. Dabei ist zu beachten, dass alle CMS die Existenz einer Datenbank voraussetzen. Je nach verwendetem CMS wird eine andere Datenbank genutzt. So unterstützt Wordpress beispielsweise MySQL, Typo3 dagegen auch PostgreSQL oder Oracle. Heute sind jedoch fast alle angebotenen Webserver für den Einsatz von CMS gewappnet und haben bereits die erforderlichen Datenbanken installiert.

Als nächstes muss die Software vom Anbieter heruntergeladen werden. Dem Download liegen dabei meist ausführliche Informationen zur weiteren Vorgehensweise bei. Mit einem FTP Programm werden die Dateien nun auf den Webserver hochgeladen. Einige CMS erfordern es, dass die Dateien entweder vor oder nach dem Upload in einem Editor bearbeitet werden, andere CMS bieten hierfür eine einsteigerfreundliche und webbasierte grafische Benutzeroberfläche.

Nach der Installation müssen im Backend des CMS noch die grundlegenden Einstellungen vorgenommen werden. Dies betrifft vor allem die Auswahl eines Themes, die Vergabe von Nutzerklassen falls mehrere Personen am Projekt mitwirken und die Einrichtung der Arbeitsumgebung. Je nach CMS kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen. Gerade die einsteigerfreundlichen Systeme bemühen sich jedoch, diesen Prozess für den Nutzer so angenehm und einfach wie möglich zu halten. So legt Wordpress etwa Wert darauf, dass die vollständige Installation und Einrichtung der Webseite nur 5 Minuten dauern soll.

Sofort nach der Installation kann die Seite dann mit Inhalten gefüllt werden. Erfahrene Benutzer werden das CMS und die Homepage vorher jedoch noch an ihre eigenen Ansprüche anpassen, etwa durch das Installieren von Plugins oder die Umgestaltung der Themes über HTML und CSS. Grundsätzlich bieten jedoch alle CMS die Möglichkeit, bereits vorgefertigte Einstellungen und Vorschläge für das Layout zu übernehmen.

Webspace mit vorinstalliertem CMS

Auch wenn die Installation eines CMS von den meisten Anbietern immer weiter vereinfacht wird, erfordert dieser Vorgang doch etwas Mühe. Zumindest sollte die Anleitung sehr genau studiert werden. Da die kostenlosen Systeme zudem keinen oder nur sehr eingeschränkten Support bieten, stehen gerade Anfänger bei Problemen während der Installation oft hilflos dar.

Deshalb bieten mittlerweile viele Provider einen Webspace mit bereits vorinstalliertem CMS zur Miete an. Diese Server enthalten bereits die für die Installation nötigen Datenbanken sowie ein oder mehrere CMS, der Nutzer muss das System dann nur noch nach seinen Wünschen konfigurieren, wofür in der Regel aber eine intuitive Benutzeroberfläche zur Verfügung steht. Der Vorteil eines gemieteten Servers mit vorinstalliertem CMS liegt darin, dass der Anwender viel mehr Freiheiten bei der Erweiterung des Systems hat, als bei der Nutzung eines auf einem fremden Server installierten CMS. Außerdem kann die Homepage dann über eine eigene Top-Level Domain, also beispielsweise http://www.seitenname.de/ erreicht werden. Bei Problemen mit dem installierten CMS bietet der Provider zudem meist professionellen Support an. Auf diese Hilfestellung muss bei der eigenständigen Installation eines CMS in der Regel verzichtet werden.

Im Vergleich dazu bieten die meisten Entwickler von CMS für Blogs ebenfalls einen Webserver an, der oft sogar völlig kostenlos genutzt werden kann. Das bekannteste Beispiel hierfür ist sicher Wordpress.com. Nach der Anmeldung kann der Nutzer die Software und Homepage mit verschiedenen Vorlagen anpassen und mit Inhalten füllen. Allerdings ist es bei diesen Angeboten oft nicht möglich, Erweiterungen und Vorlagen von Drittanbietern zu installieren. Außerdem muss sich der Betreiber der Homepage damit begnügen, dass seine Seite nur unter einer Sublevel-Domain erreichbar ist. Die Adresse lautet dann also zum Beispiel http://seitenname.wordpress.com/. Gerade für Anfänger, die ihre ersten Schritte mit einem Blog oder einer eigenen Homepage machen wollen, ist diese Alternative jedoch sehr zu empfehlen. Insbesondere hat der Nutzer hier die Garantie, dass das System perfekt funktioniert und muss sich keine Gedanken über Fehler bei der Installation oder Verwendung von Plugins machen.

Diese beiden Varianten der Server mit vorinstalliertem CMS haben also jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Vor der Frage "Wie erstelle ich eine Homepage?" sollte also zunächst die Frage "Wo erstelle ich eine Homepage?" geklärt werden. Die kommerziellen Server mit vorinstalliertem CMS erlauben in der Regel eine höhere Flexibilität bei der Einrichtung des Systems und sind deshalb vor allem für die Nutzer interessant, die bereits Erfahrungen mit Internetseiten gesammelt haben. Da die CMS meist kostenlos angeboten werden, treiben sie den Preis für die Servermiete auch nicht in die Höhe. Ein professioneller Webserver mit mehreren Domains, eigenen Email Accounts, FTP-Zugang und vorinstalliertem CMS kostet oft nur wenige Euro im Monat. Die von den CMS Herstellern angebotenen Webspeicherplätze sind dagegen meist kostenlos, bringen aber auch Einschränkungen in der Funktionalität des CMS mit sich. Es lohnt sich also, vor der endgültigen Entscheidung die verschiedenen Angebote zu vergleichen.

Homepage Baukästen

Wie erstelle ich eine eigene Webseite mit einem Homepage Baukasten? Als Homepage Baukästen werden Programme bezeichnet, die Nutzern das Erstellen einer einfachen Homepage ohne jegliche Vorkenntnisse ermöglichen. Diese Systeme werden meist als Software oder webbasiert über den Browser angeboten.

Die Homepage Baukästen verfügen über alle wichtigen Elemente und Objekte, die für die Erstellung einer Homepage nötig sind. Der Nutzer wählt dann mit wenigen Klicks das Design aus verschiedenen Vorlagen, die Schriftart und weitere Eigenschaften seiner zukünftigen Homepage aus. Auch Bilder und Texte können sehr einfach hinzugefügt werden. Homepage Baukästen richten sich vor allem an Anwender, die keine Kenntnisse von HTML und CSS haben und sich auch nicht mit diesen Themen auseinandersetzen wollen, bevor sie ihre Webseite veröffentlichen.

Bei der Programmierung der Homepage Baukästen wird deshalb großer Wert auf eine einfache und benutzerfreundliche Bedienung gelegt. Dafür muss der Anwender aber Abstriche beim Umfang seiner Gestaltungsmöglichkeiten machen. Im Gegensatz zu einem CMS bieten Homepage Baukästen in der Regel nicht die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen durch Plugins zu erweitern oder externe Vorlagen und Themes zu nutzen. Auch der Eingriff in den Quellcode zur Anpassung des Systems ist oft nicht möglich. Für das schnelle Erstellen einer einfachen Internetseite sind die Homepage Baukästen jedoch sehr gut geeignet.

Jimdo

Das kommerzielle System Jimdo ist Homepage Baukasten und Shopsystem in einem. Jimdo bietet seinen Nutzern eine Reihe von professionellen Features, die für den erfolgreichen Betrieb einer Homepage sehr hilfreich sind. So können alle mit Jimdo erstellten Internetseiten mit wenigen Klicks für alle gängigen Suchmaschinen optimiert werden. Das beinhaltet vor allem die Ausgabe von suchmaschinenfreundlichen URLs für die Unterseiten. Diese enthalten neben der eigentlichen Domain noch den Titel des jeweiligen Beitrags, so gelangen die Nutzer von Suchmaschinen schneller auf die Seite.

Es wird eine große Auswahl von Vorlagen zur Verfügung gestellt, von schlichten und seriösen Layouts bis hin zu knalligen Farben ist hier alles vertreten. Im Gegensatz zu vielen anderen Homepage Baukästen verfügt Jimdo auch über eine Layout Schnittstelle die es erlaubt, eigene HTML und CSS Layouts in das System einzubinden oder die vorhandenen Vorlagen über den Quelltext anzupassen.

Darüber hinaus können die Seitenbetreiber die Bilder auf ihrer Homepage in ansprechend gestalteten Galerien und Slideshows präsentieren, was ansonsten nur mit eigenen Programmierkenntnissen oder gegen Bezahlung möglich ist. Auch die sozialen Medien können im Jimdo System problemlos eingebunden werden. So lassen sich jeder Homepage Like Buttons für Facebook hinzufügen oder Twitterlinks, mit denen die Besucher die entsprechende Seite mit ihren Freunden teilen können. Für das Hinzufügen eines Videos von Youtube muss nur die URL angegeben werden, den Rest der Einbindung erledigt Jimdo automatisch.

Wie erstelle ich eine Homepage auf Jimdo? Zunächst einmal muss sich der Nutzer kostenlos bei Jimdo anmelden. Dann besteht die Möglichkeit, aus drei verschiedenen Paketen auszuwählen. Die Basisversion ist kostenlos und erlaubt die Erstellung einer einfachen Homepage oder eines Blogs mit wenigen Klicks. Kenntnisse in HTML oder CSS sind hierfür nicht erforderlich. Alternativ kann die Pro-Version erworben werden, die neben einigen zusätzlichen Funktionen für die Homepage auch eine eigene Top-Level Domain sowie einen eigenen Email Server beinhalten. Für professionelle Nutzer steht die Business-Version zur Verfügung. Mit ihr können vollwertige Onlineshops erstellt werden, inklusive professioneller Features wie Kundenbewertungen, Rechnungsmanagement und Zahlungsabwicklung.

Jimdo richtet sich im Gegensatz zu vielen anderen Homepage Baukästen also nicht ausschließlich an Anfänger sondern geht auch auf die Bedürfnisse von erfahrenen Nutzern ein, die ihre Internetseite kommerziell verwenden wollen. Welche der verschiedenen Versionen letztendlich genutzt wird, muss nicht sofort entschieden werden. Alle auf Jimdo erstellten kostenlosen Seiten lassen sich auf die höherwertigen Pakete upgraden.

1&1 Do It Yourself-Homepage

Die Do It Yourself-Homepage von 1&1 ist der wohl bekannteste Vertreter der Homepage Baukästen. Das liegt einerseits am Anbieter, 1&1 ist einer der erfolgreichsten Webhoster in Deutschland, und zweitens an der aufwendigen Werbekampagne im deutschen Fernsehen. Wie die meisten Homepage Baukästen richtet sich die 1&1 Do It Yourself-Homepage vor allem an Anwender, die eine Homepage ohne tiefere Kenntnisse von HTML und CSS erstellen wollen.

Wie erstelle ich eine Internetseite mit dem 1&1 Do It Yourself Homepage-Baukasten? Interessierte können das eigentlich kostenpflichtige Angebot zunächst gratis testen. Nach der Anmeldung kann der Nutzer seine Wahl aus einer Reihe von Vorlagen für die Homepage treffen. Dabei sind die Vorlagen bereits für die Darstellung auf einer Internetseite optimiert, bestehen also aus websicheren Farben und Grafiken, ansprechenden Schriftarten und einem benutzerfreundlichen Grundlayout. Die Vorlagen können dann vom Nutzer an den eigenen Geschmack angepasst werden. So können die Farben und Schriften individuell verändert werden, auch die Anpassung der Menüstruktur und von Teilen des Layouts ist möglich.

Die Kunden der 1&1 Do It Yourself-Homepage erhalten eine frei wählbare Top-Level Domain und können auch das Suffix, also die Länderkennung selbst bestimmen. Zusätzlich werden Email Accounts für die Seite eingerichtet. Die eigene Email Adresse lautet dann also username@seitenname.de. Die Anwender können Teile ihrer Homepage auch nur für ein bestimmtes Publikum sichtbar machen, hierfür bietet die 1&1 Do It Yourself-Homepage einen Passwortschutz, der vor bestimmte Seiten geschaltet werden kann.

Darüber hinaus erhalten die Seitenbetreiber Zugriff auf eine Reihe von Zusatzfunktionen, die der 1&1 Do It Yourself-Homepage professionelle Funktionen verleihen. Beispielsweise können Buttons in die Seiten eingebunden werden, die für eine Vernetzung der Seite mit Facebook und Twitter sorgen. Ein besonderes Feature ist jedoch die in die 1&1 Do It Yourself-Homepage bereits integrierte Mobilversion der Seite. Besucher, die die Homepage über ein Smartphone und Tablet aufrufen, bekommen eine für diese Geräte optimierte Version zu sehen.

Die Inhalte der 1&1 Do It Yourself-Homepage werden mit einem intuitiven WYSIWYG-Editor erstellt. Für das Hinzufügen von Bildern steht darüber hinaus ein Bildereditor zur Verfügung, mit dem die Grafiken nicht nur gedreht, zugeschnitten und skaliert, sondern auch in Schärfe, Helligkeit und Kontrast angepasst werden können. Zusätzlich erhält der Seitenbetreiber eine Bibliothek mit bereits vorprogrammierten HTML-Elementen und Widgets. So können Adressen in Google Maps oder Foursquare, Flash Videos und Gästebücher mit wenigen Klicks in die Seite eingefügt werden.

Die Hauptzielgruppe der 1&1 Do It Yourself-Homepage sind also vor allem Privatanwender, die ohne lange Vorbereitungszeit eine Homepage erstellen wollen. Der Vorteil für diese Nutzer liegt vor allem darin, dass sie ein umfangreiches Gesamtpaket erhalten, und sich nicht um zusätzliche Software kümmern müssen. Nachteile ergeben sich dagegen für die User, die Wert auf eine größtmögliche Flexibilität beim Erstellen von Internetseiten legen. Diese Zielgruppe ist mit der Verwendung eines CMS sicher besser beraten.

Strato LivePages

Neben 1&1 ist auch der Webhoster Strato mit einem eigenen Homepage Baukasten auf dem Markt vertreten. Zusätzlich zu dem Baukastensystem erhalten die Besteller für eine monatliche Gebühr den Webspeicherplatz inklusive Domain und Email-Server. Da es sich um ein kommerzielles Angebot handelt, ist Strato LivePages werbefrei, der Nutzer hat aber die Möglichkeit, eigene Werbeanzeigen über Google AdSense zu schalten. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Strato LivePages 20% der Werbeeinnahmen einbehält.

Wie erstelle ich eine Internetseite mit Strato LivePages? Zunächst meldet man sich auf der Homepage des Anbieters kostenlos an. Dann trifft der Nutzer die Wahl aus den drei angebotenen Paketen "Basic", "Firmen Homepage" oder "Multimedia Homepage". Basic richtet sich dabei vor allem an Privatanwender, die einfach eine Webseite zur Präsentation ihrer Texte oder Bilder benötigen. Die "Firmen Homepage" ist für gewerbliche Nutzer gedacht, die "Multimedia Homepage" eignet sich dagegen besonders gut für das Einbinden von Inhalten wie Videos oder Musik.

Für das Layout können die Kunden aus einem großen Angebot von Vorlagen und Designs wählen, die nach verschiedenen Bereichen sortiert sind. So können über den Filter zum Beispiel nur die Vorlagen angezeigt werden, die für Anwälte, Ärzte oder Architekten gedacht sind. Gerade gewerbliche Kunden werden dabei die Datenbank mit über 6.000 professionellen und lizenzfreien Fotos sehr hilfreich finden. Als nächstes wird die Seitenstruktur angezeigt, die der Nutzer individuell anpassen kann. Vor allem die Menüführung kann nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Dabei lassen sich die Buttons, aus denen das Menü zusammengesetzt ist, mit einem eigenen Text versehen.

Selbstverständlich können auch alle anderen Texte auf der Homepage frei gestaltet werden. Wer allerdings noch keine Ahnung hat, welche Texte er seinen Besuchern anbieten soll, kann bereits fertige Textbausteine nutzen, die stets einen konkreten Bezug zur zuvor gewählten Branche haben. Nachdem die Inhalte festgelegt sind, lässt sich die Homepage mit einigen Widgets aufpeppen. Dazu gehören vor allem eine Youtube Einbindung, ein Gästebuch, diverse Webformulare sowie eine Fotogalerie.

Ein besonderes Merkmal von Strato LivePages ist jedoch die sehr professionelle SEO-Optimierung der Homepage. SEO steht für Search Engine Optimization und sorgt dafür, dass die Inhalte der Internetseite auch von den Suchmaschinen gefunden und an möglichst prominenter Stelle dargestellt werden. Hierfür werden zum Beispiel speziell auf Suchmaschinen zugeschnittene URLs der einzelnen Unterseiten generiert. Bilder, die in die Seite eingefügt werden, werden zudem mit alternativen Namen und einer Beschreibung versehen, was von Suchmaschinen ebenfalls honoriert wird.

Mit seinen vielfältigen Designvorlagen und den umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten bietet Strato LivePages für Einsteiger ein durchaus interessantes Angebot. Fortgeschrittene Nutzer dürften sich aber an der fehlenden Möglichkeit stören, ihre Seite durch die Änderung des Quelltextes völlig frei umzugestalten. Die Anpassung ist nur im Rahmen des Strato LivePages Systems möglich. Für Privatpersonen und kleine Firmen, die nicht allzu hohen Wert auf die Individualität ihres Internetauftritts legen, dürfte das Angebot jedoch allemal ausreichen.

Weebly

Weebly kann bereits auf eine langjährige Erfolgsgeschichte in den USA zurückblicken, dort wurden mit dem Homepage Baukasten über 10 Millionen Internetseiten erstellt. Nun gibt es das Angebot auch in Deutschland. Weebly vereint das einfache Prinzip typischer Homepage Baukästen mit der Funktionalität und dem Komfort eines vollwertigen WYSIWYG HTML-Editors.

Das Angebot von Weebly ist in zwei Versionen unterteilt. In der kostenlosen Basisversion hat der Nutzer vollen Zugriff auf den leistungsstarken Homepage Editor und viele Zusatzfunktionen, muss jedoch einen unauffälligen Werbelink in der Fußzeile seiner Homepage in Kauf nehmen. Die kostenpflichtige Version ist dagegen völlig werbefrei und der Kunde kann zusätzliche Features sowie einen rund um die Uhr erreichbaren Support in Anspruch nehmen.

Ein Alleinstellungsmerkmal von Weebly ist jedoch der sogenannte Drag & Drop Editor des Homepage Baukastens. Sämtliche Inhalte der Seite, also alle Bestandteile des Layouts, die Texte und Bilder sowie die Widgets werden als eigenständige Elemente behandelt, die sich mit der Maus frei auf der Seite platzieren lassen. Der Editor funktioniert also wie ein klassischer WYSIWYG HTML-Editor. Vorkenntnisse im Erstellen einer Webseite sind dementsprechend nicht nötig, der Nutzer kann seine Seite frei an die eigenen Wünsche anpassen.

Als Grundlage dient dabei zunächst die aus dem großen Angebot gewählte Vorlage. Diese enthält bereits alle für eine Homepage nötigen Elemente, die dann mit einfachen Drag & Drop Aktionen hinzugefügt, entfernt oder verschoben werden können. Was Weebly von vielen anderen Homepage Baukästen unterscheidet, ist dass der Nutzer völlig freien Zugriff auf den HTML Quellcode der Vorlage hat. HTML Kenntnisse sind für das Erstellen seiner Homepage mit Weebly zwar nicht zwingend erforderlich. Nutzer, die bereits über Erfahrungen im Webdesign verfügen, erhalten hierdurch jedoch noch einmal viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Darüber hinaus ist auch die Einbindung völlig selbstständig entwickelter Vorlagen möglich, mittlerweile gibt es im Internet auch ein großes Angebot von professionellen Vorlagen, die durch Drittanbieter erstellt wurden und meist kostenlos sind.

Auf Wunsch kann ein Mobile-Theme aktiviert werden. Wenn die Seite von einem Smartphone oder Tablet aufgerufen wird, werden die Inhalte dadurch in einer für diese Geräte optimierten Version mit größeren Schaltflächen und übersichtlichen Texten dargestellt. Als besonderes Features bietet Weebly zudem eine eigene App, mit der die Seitenbetreiber auch von unterwegs Inhalte erstellen und in die Seite einbinden können. Dies eignet sich vor allem für die Verwaltung eines Blogs, für das Weebly noch weitere besondere Funktionen anbietet. So verfügt das System über ein vollwertiges Kommentarfeature inklusive Trackbacks.

Das Einbinden von Videos, Bildern und sonstigen Multimedia-Elementen geschieht in Weebly denkbar einfach und vollautomatisch. Der Nutzer muss die gewünschte Datei nur in die Seite einfügen. Weebly erkennt dann selbstständig, um welchen Dateityp es sich handelt und fügt die entsprechenden HTML-Tags hinzu.

Mit diesen umfangreichen, teilweise exklusiven Funktionen ist Weebly nicht nur für Einsteiger geeignet, sondern auch ein idealer Kompromiss für Nutzer, die sich mit dem erstellen von Webseiten zwar bereits gut auskennen, sich jedoch nicht lange mit der Einrichtung der eigenen Seite aufhalten wollen. Es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis Weebly sich auch hierzulande als Marktführer im Bereich der Homepage Baukästen etabliert.

Fazit

Der perfekte Weg zur eigenen Homepage hängt vor allem von der konkreten Situation ab. Da wären zunächst einmal natürlich die eigenen Vorkenntnisse. Mittlerweile gibt es viele Angebote, die sich gezielt an Internetnutzer richten, die bisher noch überhaupt keine Erfahrung mit HTML und CSS haben und dennoch eine eigene Homepage erstellen wollen. Hier sind natürlich in erster Linie die Homepage Baukästen zu nennen, die sich untereinander in ihren Funktionen, den Anpassungsmöglichkeiten und nicht zuletzt der Preisgestaltung enorm unterscheiden. Für den ersten Einstieg sind diese Angebote sicher keine schlechte Wahl. Allerdings verspüren viele Betreiber einer Internetseite schon bald den Wunsch, flexibler in der Gestaltung ihrer Homepage zu sein,

Dieses Bedürfnis lässt sich mit den meisten Homepage Baukästen nur unzureichend befriedigen, selbst wenn einige dieser Systeme mittlerweile die Anpassung des Quellcodes erlauben. Hierfür sind dann aber wieder Kenntnisse in HTML und CSS erforderlich. Für Nutzer, die ihre Internetseite ernsthaft betreiben wollen, führt deshalb kein Weg daran vorbei, sich diese Kenntnisse selbst anzueignen. Das klingt jedoch schlimmer, als es eigentlich ist. Im Internet gibt es viele Hilfsangebote und Communities, die sich auf die Vermittlung dieser Techniken spezialisiert haben.

Die Beschäftigung mit HTML und CSS führt selbst bei Anfängern zu schnellen Lernerfolgen. Der Lohn ist eine wesentlich größere Freiheit, was die Gestaltung des eigenen Webauftritts angeht. Diese Freiheit ermöglicht es, eine vorgefertigte Seite bis ins kleinste Detail an die eigenen Wünsche anzupassen. Noch viel mehr Spaß macht es jedoch, die eigene Webseite von Grund auf selbst zu gestalten. Dieser Weg ist zwar sicherlich der zeitintensivste, der Prozess führt aber auch zu einem wesentlich schnelleren Erlernen der Feinheiten und Details von HTML und CSS.

Neben den Online Tutorials und Foren, in denen Einsteiger bei Fragen zu HTML und CSS Hilfe finden, gibt es zudem ein umfangreiches Angebot an Büchern, DVDs und Workshops, die sich nicht nur an Anfänger, sondern auch an fortgeschrittene Webdesigner richten. Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Erlernen neuer Fähigkeiten, in diesem Fall von HTML und CSS, immer Spaß machen sollte.

Abgesehen von den eigenen Fähigkeiten hängt die Wahl des Systems für das Erstellen einer Homepage natürlich auch von den Anforderungen des Projekts ab. Homepage Baukästen eignen sich sicher, um seinen Freunden oder der Familie Bilder und Texte zu präsentieren, für professionelle Internetauftritte, die für den Kontakt mit Kunden bestimmt sind, sollten solche Systeme jedoch nicht genutzt werden. Hier empfiehlt sich dann eher ein leistungsfähiges CMS wie Typo3 oder Wordpress.

Vor allem Blogger dürften nicht um die Verwendung eines CMS herumkommen. Allerdings sind diese Systeme heute so anwenderfreundlich programmiert, dass HTML und CSS Kenntnisse für die meisten CMS nicht zwingend erforderlich sind. Auch gilt jedoch wieder, dass solche Kenntnisse viel mehr Möglichkeiten eröffnen, am Ende tatsächlich genau das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Für den Einstieg sind solche Systeme jedoch ideal. Insbesondere kann ein bereits vorgefertigtes Angebot genutzt werden, dass dann nach und nach angepasst wird. Die Kenntnisse, die beim Erledigen dieser Aufgaben erworben werden, ermöglichen dann bereits nach kurzer Zeit die vollständige Erstellung einer eigenen Internetseite mit HTML und CSS.

Zwar können mit CMS auch statische Seiten erstellt werden, Profis werden für diese Aufgabe jedoch meist auf die HTML-Editoren zurückgreifen und die Seite komplett selbst erstellen. Mittlerweile ist die Technik dieser Editoren so ausgereift, dass auch Anfänger nach einer kurzen Einarbeitungszeit mit ihnen klar kommen können. Vor allem die sogenannten WYSIWYG-Editoren ermöglichen ihnen den intuitiven Aufbau einer eigenen Webpage. Gerade diese Editoren eignen sich im Übrigen wunderbar dazu, HTML zu erlernen. Während der Nutzung der WYSIWYG-Funktionen sollte stets beobachtet werden, welche Auswirkungen eine Änderung an der Seite auf den HTML Quellcode hat. Auf diese Weise stellen sich schnell erste Lernerfolge ein.

Heute nutzen weltweit Milliarden von Privatanwendern und Unternehmen vom DAX-Konzern bis zum Tante Emma Laden Internetseiten, um sich der Welt zu präsentieren. Blogs haben vor allem die Verbreitung unter Privatpersonen deutlich erhöht. Das Betreiben einer Internetseite ist für viele Menschen zum ernsthaften Hobby geworden. Dementsprechend sollte die eigene Homepage in erster Linie auch Spaß machen. Ob ein Anfänger die ersten Schritte mit einem WYSIWYG-Editor, einem CMS oder einem Homepage Baukasten macht, ist dabei egal. Auf jeden Fall sind genug Möglichkeiten vorhanden, die eigenen Vorstellungen von einer ansprechenden Webseite umzusetzen.

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