osCommerce

osCommerce ist ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem, das mittlerweile etwas veraltet ist. Trotz des veralteten Designs ist es jedoch ein hervorragender Webshop mit einer Vielzahl von Möglichkeiten. So wird z.B. Mehrsprachigkeit standardmäßig unterstützt und es mangelt nicht an Schnittstellen.

Angehende Internet-Händler können mit osCommerce einen eigenen Webshop erstellen und Artikel zum Verkauf anbieten, ohne Lizenzgebühren für das System bezahlen zu müssen. Entwickelt wurde die Software von einem Team aus freiwilligen Programmierern und dem Projektleiter Harald Ponce de Leon, die die Software im Jahr 2000 ins Leben gerufen haben. osCommerce basiert auf der Programmiersprache PHP und benötigt zum Betrieb eine MySQL-Datenbank. Dank der ausführlichen Dokumentation kann auch ein technisch versierter Händler mit geringen Programmierkenntnissen sein System genau nach seinen Bedürfnissen anpassen und konfigurieren. Auf der Website des Projekts werden mehr als 8.000 Plug-ins angeboten, mit denen die Funktionalität des Basissystems erweitert werden kann.

Die große osCommerce-Community, zu der auch zahlreiche Entwickler gehören und ein lebendiges Online-Forum helfen bei allen Fragen. Derzeit geht man davon aus, dass insgesamt über 260.000 verschiedene Shops mit der osCommerce-Plattform betrieben werden.

Vorteile

  • Kostenloses Shopsystem
  • Gute Performance des Projekts
  • Ideal auch für Einsteiger und für kleinere Shops
  • Viele zusätzliche Funktionen und Themes
  • Einfach zu bedienen

Nachteile

  • Keine Cloud-basierte oder SaaS-Version
  • Basisprodukt hat nur die nötigsten Funktionen
  • Design wirkt ein wenig veraltet
  • Installation ein wenig kompliziert
  • Sehr wenige Schnittstellen

Kurz und bündig

osCommerce ist eine eigenständige E-Commerce-Plattform. Es kümmert sich sowohl um Ihren Front-End-Shop-Katalog og – Ihre Angebote als auch um Ihre Back-End-Verwaltungsaufgaben und Bearbeiten von Verkäufen.

Um OsCommerce zu verwenden, müssen Sie es zunächst von der offiziellen Website herunterladen und dann auf den Webserver hochladen. Die Installation erfolgt webbasiert und ist recht einfach zu bewerkstelligen.

osCommerce ist Open Source. Das bedeutet, dass Sie es frei modifizieren können, ohne irgendwelche Lizenzvereinbarungen zu verletzen. Daher gibt es eine starke Community rund um osCommerce, die Ihnen bei Fragen und/oder Problemen mit der Commerce-Plattform gerne weiterhilft.

Warum ist osCommerce für Sie geeignet?

osCommerce stellt eine großartige Alternative dar, weil es benutzerfreundlich ist, leicht zu analysieren und einfach so zu bearbeiten, wie Sie es wünschen. Aber es besitzt ein Problem, wenn es darum geht, sich um die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit zu kümmern. Wenn Ihre Produktionsdatenbank eine bestimmte Größe erreicht, werden Sie feststellen, dass Ihre Website langsam zu ruckeln beginnt, was die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen und technischen Gründen dort erhöht.

Vor diesem Hintergrund ist OS Commerce vielleicht nur für diejenigen geeignet, die sozusagen die Gewässer des Online-Handels testen und dann zu funktionsreicheren Lösungen übergehen wollen.

Wenn Sie einen einfachen und schnellen Einstieg suchen, ist osCommerce vielleicht auch für Sie geeignet. Wenn Sie jedoch einen großen Erfolg erwarten, ist es ratsamer, auf eine größere Lösung umzusteigen.

Die Architektur des Systems

Serverseitig ist das osCommerce-Shopsystem in PHP geschrieben und als Datenbanksystem wird MySQL verwendet. Für Shop-Betreiber bedeutet dies, dass Sie selbständig Änderungen vornehmen können, wenn Sie über die notwendigen Kenntnisse verfügen. Basierend auf einem prozeduralen Code, gibt es in osComm erce keine eigene Plugin-Verwaltung. Erweiterungen werden installiert, indem der entsprechende Quellcode in den Installationscode eingefügt wird. Daher sind PHP-Kenntnisse dringend zu empfehlen, wenn Sie intensiver mit osCommerce arbeiten wollen. Das Shopsystem verfügt nicht über eine eigene Template-Engine; Programmierung und Layout sind also nicht getrennt. Allerdings haben viele von osCommerce abgeleitete Shopsysteme nachträglich auch eine Template-Engine integriert, so dass Programmierung und Darstellung gekoppelt bleiben.

Die ursprüngliche Aufgabe von osCommerce war es, als Ausgangssystem für die weitere Entwicklung des Systems zu fungieren. So wird osCommerce als „Basis-Shopsystem“ verstanden, aus dem sich verschiedene Varianten und Ableger entwickelt haben. Der Kern des osCommerce-Systems wurde beibehalten – jedoch wurden verschiedene Bereiche erweitert, verändert oder vereinfacht.

Ergebnis

Wenn Sie mit osCommerce starten, erhalten Sie alle relevanten Funktionen kostenlos. Es gibt auch eine Variante, die an deutsche Bedürfnisse angepasst ist. Mit der international aktiven Entwickler-Community, die permanent über die Implementierung nützlicher Erweiterungen nachdenkt – und damit die Optimierung des Systems vorantreibt, sind Sie immer auf der sicheren Seite. Die transparente Programmstruktur des Branchensystems enthält bereits alle entscheidenden Funktionen und das bei guter Performance. Die Hardware-Anforderungen erweisen sich als überschaubar und sind auch für kleine Filialen machbar.

Allerdings sind die Anpassungsmöglichkeiten für das Erscheinungsbild eher begrenzt. Diverse mitgelieferte Templates erlauben zwar individuelle Anpassungen, wer aber in einem eigenen CI glänzen möchte, sollte sich einen Programmierer oder Webdesigner suchen. Dies gilt auch für alle Erweiterungen: Core und Link sind nicht getrennt, so dass Eingriffe in den Programmcode notwendig sein können, wenn man Erweiterungen hinzufügen möchte. Hierfür bringen Sie entweder selbst Programmierkenntnisse mit, oder Sie beauftragen einen Programmierer, der dies für Sie erledigt.

Damit eignet sich osCommerce vor allem für mittlere bis große Online-Händler, die auch das entsprechende Budget für die Programmierung investieren sollten. Wenn ein Händler weiß, wie es geht, ist osC auch für Mikro- und kleine Shops eine sehr clevere Option. Durch die Anpassung der Version an den deutschsprachigen Markt kann osCommerce sogar einiges an Budget einsparen.

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