Shopware

Ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem, das seit 2004 auf dem Weltmarkt ist, ist Shopware. Die Grundfunktionalitäten des Shopsystems lassen sich durch Plug-ins gezielt erweitern und so an die individuellen Anforderungen des Unternehmens anpassen. Mit den Pickware-Erweiterungen wird z.B. ein Lagerverwaltungssystem direkt im Shopware-Shop erstellt.

Als Multishop-Software erlaubt Shopware mit einer Installation mehrere Shops unter verschiedenen Domains (oder Apps), die über eine gemeinsame Administrationsoberfläche verwaltet werden. Damit hat der Händler auch die Möglichkeit, verschiedene Markenshops oder Themenshops von einem System aus zu pflegen. Mit der Unterstützung verschiedener Technologien, Sprachen sowie Währungen und einer länderspezifischen Steuerkonfiguration können sich Online-Händler international ausrichten.

Mittlerweile hat sich die Shopware AG ihren Platz als feste Größe in der deutschsprachigen eCommerce-Szene mehr als verdient. Nun setzt die in Schöppingen beheimatete Shopware AG ihre Entwicklung mit einem großen Update auf Version 6 fort. Gegenüber der etablierten 5er Version ergeben sich in der Version 6 zum einen wegweisende Verbesserungen bestehender Funktionsdetails, zum anderen aber auch völlig neue Features, die nicht nur der Usability zugute kommen, sondern auch den heutigen Architektur-Anforderungen an modernen E-Commerce entsprechen.

Mit der Version 6 richtet sich Shopware an alle Shopbetreiber, die professionellen E-Commerce betreiben und auf die neuesten Trends aufgreifen wollen. Mehrsprachigkeit sowie ein Checkout in mehreren Währungen sind selbstverständlich möglich. Darüber hinaus kann ein solcher Shop auch mit Social Media Plattformen verknüpft und in verschiedene Online-Marktplätze wie eBay und Amazon integriert werden.

Der Support ist sehr gut, muss dann aber in Form von kostenpflichtigen Leistungspaketen zugekauft werden.

Headless Commerce

In Shopware 6 wird der „API-first-Ansatz“, dessen Grundstein bereits in der Vorgängerversion gelegt wurde, konsequent fortgesetzt. Das bedeutet, dass es nun möglich ist, die Shops als „Headless Commerce“ zu betreiben. Dadurch können Drittsysteme und Erweiterungen sehr einfach auf der Standardschnittstelle des Shopware-Systems aufsetzen. Das sorgt für mehr Übersichtlichkeit und beschleunigt den digitalen Betrieb.

Darüber hinaus haben Shopbetreiber mehr Gestaltungsmöglichkeiten: API-First bietet die technologische Basis, um den Menschen auf der Customer Journey über verschiedene digitale Kontaktpunkte abzuholen und dem Store je nach Verkaufskanal ein anderes Gesicht zu geben.

Headless Commerce, zum Beispiel mit IoT-Anwendungen und Voice Commerce, ist einer der größten Trends im Digital Commerce. Shopware 6 greift diesen Trend auf und bringt alle wichtigen Voraussetzungen für einen dedizierten „Headless“-Online-Store mit.

Shopware 6

Shopware besticht durch eine konsequent verbesserte Usability des Enterprise-Backends. Funktionalitäten wie z.B. benutzerdefinierte – Produkte, Varianten oder Objekte können von den Shopbetreibern nun viel intuitiver gehandhabt werden.

Allerdings hat auch ein solches System noch diverse Schwachstellen: Immer wieder tritt der Fall ein, dass vermeintlich einfache Änderungen nicht so schnell umgesetzt werden und einige Startprobleme oder Bugs im System auftauchen.

Außerdem müssten viele Plugins, die in Shopware 5 perfekt funktionierten, in Shopware 6 noch projektiert werden. Einige Plugins werden aufgrund des hohen Programmieraufwandes wahrscheinlich nicht einmal für Shopware 8 verfügbar sein. Wer sich also mit Shopware 5 an seine bisherige Shopumgebung gewöhnen konnte, wird sich damit abfinden müssen, dass diese in Shopware 6 möglicherweise nicht umgesetzt wird.

Hinzu kommt, dass aus Expertensicht in den neuen Updates noch so manche praktische Funktion verbessert und neu in das eigene System integriert werden musste. So gibt es zum Beispiel immer noch keine Möglichkeit im Backend, Rechte und Funktionen für bestimmte Benutzer festzulegen. Dadurch sind einzelne Benutzer nur für das Gesamtsystem berechtigt, nicht aber für bestimmte Teilbereiche.

Für wen ist Shopware 6 geeignet?

Aufgrund des m odularen Systems, das es erlaubt, die Software nach Bedarf zu erweitern, ist Shopsware 6 für alle Arten von E-Commerce-Plattformen geeignet. Egal, ob Sie ein mittelständisches Unternehmen oder ein Großkonzern sind, Shopware 6 hat die richtigen Werkzeuge für die Aufgabe. Die Free-Edition bietet kleinen Unternehmen einen gefahrlosen Einstieg in den E-Commerce und enthält bereits alle Grundfunktionen, die für ein kurzes Online-Geschäft benötigt werden. Wächst das Warensortiment mit der Zeit, ist der Übergang zum professionellen Rand leicht zu bewältigen. Ein Manko dieser kostenlosen Community-Edition ist der fehlende Support. Bei Problemen wendet sich der Nutzer an die Community. Möchte der Anwender nach erfolgreichem Start den Support des Herstellers nutzen und Shopware mit mehr Funktionen aufrüsten, wird das Upgrade durchgeführt. Soll aus einem kleinen Betrieb ein mittelständisches Unternehmen werden, ist die Professional Edition, die alle notwendigen Leistungen eines größeren Online-Shops beinhaltet, eine gute Wahl. Die Professional Edition Plus und die von Shopware Enterprise sind für große Unternehmen und für international tätige Konzerne gedacht. Die Zielgruppe von Shopware ist also breit gefächert, richtet sich aber eher an die Betreiber professioneller Online-Shops – Einsteiger, die noch keine Erfahrung mit der Materie haben, könnten damit erst einmal übersättigt sein. Für diesen Fall eignen sich andere Shopsysteme mit überschaubarem Funktionsumfang und einfacherer Funktionalität, die aber weniger auf Wachstum ausgerichtet sind.

Braucht man eine Agentur für die Implementierung von Shopware?

Im Prinzip ist die Installation und Einrichtung von Shopware – aufgrund der Selbsterklärung – ein relativ trivialer Schritt. Für Ladenbesitzer mit Grunderfahrungen im Bereich Software ist das keine große Herausforderung. Selbst für unerfahrene Anwender reicht die Hilfe des umfangreichen Handbuchs und informativer Tutorials aus, um Shopware Schritt für Schritt erfolgreich zu installieren. Doch mit der Integration allein ist es nicht getan. Nach unseren Erfahrungen mit Shopware erfordern die optimale Einrichtung des Shops, die individuellen Einstellungen und die effektive Handhabung viel Fachwissen. Daher ist es für viele Shopbetreiber, die nicht über das entsprechende technische Know-how verfügen, durchaus möglich, mit einem professionellen Parameter zu arbeiten.

Fazit

Nicht umsonst ist Shopware 6 eines der führenden Shopsysteme im Land: Hier wurden die positiven Eigenschaften des Vorgängers verbessert und um zahlreiche Funktionalitäten ergänzt, um den Bedürfnissen von Kleinunternehmen bis hin zum global agierenden Konzern gerecht zu werden. Mehr als bisher liegt der Fokus auf einem optimierten Kundenerlebnis im Shop und hier setzt Shopware den richtigen Rahmen. Wer gleich mit seinem eigenen Shop loslegen möchte, kann die kostenlose Community Edition ausprobieren und sich selbst davon überzeugen, was Shopware kann. Der Pluspunkt: Egal, wie sich das Geschäft entwickelt, Shopware kann für Shops jeder Größe eingesetzt werden. Was am Anfang, im Gegensatz zu den einfacheren Shopsystemen, etwas Schulungsaufwand erfordert, zahlt sich im Nachhinein aus.

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