Webseite erstellen mit Drupal

Hinter dem Namen Drupal verbirgt sich ein (unter die GNU General Public License gestelltes) frei lizenziertes Content Management System, dessen erste offizielle Variante im Januar 2001 veröffentlicht bzw. freigegeben wurde. Es ist, wie so viele ähnliche Programme, in der Skriptsprache PHP geschrieben und hat einen modularen Aufbau:

Es gibt etwa sieben Kernmodule und zig Erweiterungsmodule. Erstere liefern die Grundfunktionen und damit die Basis für jeden Webauftritt, den Sie mit Drupal realisieren. Die Erweiterungsmodule, von denen viele auch von Mitgliedern der sehr lebendigen Community entwickelt oder gepflegt werden, können nach Belieben hinzugefügt werden, um den Funktionsumfang des Tools zu erhöhen. Drupal unterstützt relationale Datenbanksysteme – wie MySQL, bzw. MariaDB, Percona Beach und PostgreSQL.

Vorteile von Drupal

Einer der größten Vorteile von Drupal ist, dass beliebige Datenstrukturen in Drupal schnell erstellt werden können. Denn ob Produkte, Produktgruppen, verschiedene Artikel, Nachrichten, Events, Meetings, Blogposts – mit den Content-Typen von Drupal können alle Datenstrukturen erstellt werden. Drupal ist nicht nur eine große Datenbank, sondern erlaubt auch eine extrem flexible Bearbeitung dieser Daten. Das Schlagwort heißt Content-Club.

Unter www.drupal.org gibt es tausende von ergänzenden Modulen. Diese müssen mit wenig oder gar keinem Programmieraufwand genutzt werden. Die Schnittstellen (API) in Krupal erlauben es Ihnen, Ihre Anforderungen mit eigenen Modellen umzusetzen.

Drupal ist einfach zu bedienen. Im Gegensatz zu anderen Content-Management-Systemen, die ein weites HTML-Feld haben, werden in Drupal die Daten geordnet abgelegt. Kurz gesagt, für jedes Inhaltsmodul gibt es ein entsprechendes Formular-Eingabefeld.

Zusätzlich ermöglichen „Quick Edit“-Links die direkte Bearbeitung der entsprechenden Texte, wobei der betreffende Text quasi mitgeliefert wird.

Die vielen Vorteile auf den Punkt gebracht:

  • Benutzerfreundlich: Das Konfigurieren von Komponenten und Einfügen von Inhalten ist denkbar einfach. Mit wenig Interesse und wenig Geduld ist die Textbearbeitung auch ohne Programmier-Kenntnisse möglich.
  • Grenzenlos: Da Drupal nach dem Baukastenprinzip aufgebaut ist, gibt es keine Grenzen für das System. Je nachdem, für welche Zwecke es eingesetzt werden soll, kann es komplett angepasst werden. Da eine große Community hinter diesem System steht, werden ständig Verbesserungen und Weiterentwicklungen vorgenommen.
  • Sicherheit: Sicherheit ist gerade im Internet ein sehr sensibles Thema mit großer Wirkung. Als “Open Source“ bietet das System durch seine vorbildliche Standardisierung ein hohes Maß an Schutz. Die gründliche Überarbeitung der jeweiligen Module oder Erweiterungen durch das Entwicklerteam lässt kaum eine Lücke. Mit dem Modul Update-Status werden sicherheitstechnische Aktualisierungen automatisch vorgenommen. Dies gewährleistet hohe Sicherheitsstandards und Qualität.
  • Responsiv: Durch die mobile Responsivität im Frontend und Backend passt sich Drupal an alle Geräte an und ist dabei sehr benutzerfreundlich. Dies ermöglicht eine einfache Eingabe von Inhalten, egal ob diese über ein Tablet, Smartphone oder am PC erfolgt.
  • Skalierbar: Die Erweiterbarkeit des CMS ist bei Bedarf leicht gegeben. Die gute Transparenz zu bestehenden Programmen und die einfache Skalierbarkeit machen es zusätzlich effizient.
  • Keine Lizenzkosten: Das Open-Source-System ist nicht mit Lizenzkosten verbunden. Es besteht freier Zugriff auf die umfangreichen Module, die stets an bestehende Trends und Anforderungen angepasst werden.
  • Freiheit in der Gestaltung: Für Krupal stehen unzählige kostenlose Zusatzmodule zur Verfügung, die vom Anwender ohne Lizenzkosten genutzt werden können. Durch die aktive Open-Source-Community wächst der Umfang der Module ständig.
  • Soziale Medien: Mit Drupal ist die Integration verschiedener Social-Media-Kanäle möglich. Blogs oder auch Foren können einfach implementiert werden.
  • Mehrere Sprachen, mehrere Domains: Drupal kann für alle verfügbaren Sprachen verwendet werden. Selbst die Administration und Programmierung ist mehrsprachenfähig und wird kostenlos angeboten. Darüber hinaus können bei entsprechender Konfiguration verschiedene Domains verwaltet werden („multiple domains“).
  • Hilfe aus der Community: Die große Gemeinschaft von Anwendern, die das Content Management System nutzen, ermöglicht direkte Unterstützung und Hilfe bei Problemen im vorhandenen Forum oder ausführlich per Mailing. Alles rund um Drupal wird frei verfügbar gemacht, so dass man immer auf dem Laufenden ist, was Updates, Termine, Ankündigungen oder Benutzergruppen angeht.

Nachteile von Drupal

Das Upgrade von Drupal 5 auf Drupal 6, oder von Drupal 6 auf Drupal 7, oder von Drupal 7 auf Drupal 8, erfolgt nicht immer automatisch. Es ist ein Problem, das regelmäßig in den Drupal-Foren diskutiert wird. Die Begründung ist: Das gesamte Web hat sich in den letzten 10 Jahren stark weiterentwickelt. Das hat es notwendig gemacht, veraltete Ansätze links liegen zu lassen („Legacy“) und eine neue Hauptversion aufzusetzen, die ohne „Legacy“ entwickelt werden kann. Dies ist jedoch ein großer Vorteil, da so wieder die neuesten Technologien genutzt werden können. Mit aussagekräftigen „Migrationsskripten“ können die Inhalte alter Seiten problemlos auf eine neue Site übertragen („kopiert“) werden – und das ist kein Problem.

Bei der Verwendung von Materialien, Menüstrukturen, Blöcken, Teasern, etc. hat Drupal seine ganz eigenen Vorgehensweisen. Drupal-Neulinge können sich damit schnell überfordert fühlen. Wie in jedem System müssen Sie zunächst die elementaren Konzepte verstehen. Drupal wird oft als ein „kompliziertes“ System bezeichnet. Für Neulinge mag das zutreffen, aber als erfahrener Benutzer werden Sie die Vielfalt und Modularität schätzen, die mit Drupal erreicht werden kann.

Für Neulinge in Drupal kann diese Vielfalt und die große Anzahl von Ansätzen gelegentlich überwältigend wirken. Dies ist jedoch verständlich und auch leicht überwindbar, denn wie bei jeder anderen neuen Anwendung braucht es einige Zeit, um alles zu beherrschen. Die Flexibilität und die eigene Modularität ermöglichen hohe Vorteile, weshalb sich der Einsatz des CMS in jedem Fall lohnt.

Herunterladen und auspacken

Drupal ist eine freie Software, sowohl der Download als auch die Nutzung sind kostenlos. Der bequemste Weg, die Software herunterzuladen, ist dieser. Nach erfolgreichem Download entpacken Sie die Dateien, die in den Formaten .gz und , .zip vorliegen.

Hochladen der Dateien

Nachdem Sie die Software entpackt haben, können Sie die Installation starten:

Hochladen der Dateien auf den Webserver: Öffnen Sie das Verzeichnis „Drupal7“ und übertragen Sie die untergeordneten Verzeichnisse sowie diese Dateien mit einem speziellen FTP-Programm auf den entsprechenden Server Ihres Providers.

Installation von Drupal 7

Anschließend öffnen Sie Ihre Domain im Browser und der Drupal-Installationsassistent wird geöffnet. Sie müssten jeden Punkt vollständig (!) ausfüllen und dann mit „Speichern und weiter“ bestätigen. Die einzelnen Schritte sind auch in der Bildergalerie unten zu sehen.

Bei „Profil“ stellen Sie die standardisierte Installation ein. Damit werden alle für den Start notwendigen Module installiert.

Im nächsten Feld haben Sie keine Auswahl der Sprache. Die Standardsprache ist Englisch. Sie haben jedoch die Möglichkeit, nachträglich Sprachpakete zu installieren, die die Benutzeroberfläche in Ihre gewünschte Sprache übersetzen.

Der nächste Schritt ist das Einrichten der Datenbank: Geben Sie hier den Namen der verknüpften Datenbank, den Namen des Benutzers und ein Passwort ein. Diese Einstellungen können Sie von Ihrem Provider erhalten.

Rufen Sie nun das Fenster „Erweiterte Optionen“ zur Einstellung auf. Dort können Sie einen Speicherort für die verteilte Datenbank angeben. Sie können diese Information auch bei Ihrem Domain-Provider erfragen. Tipp: Wenn die Datenbank für verschiedene Projekte verwendet wird – zum Beispiel für verschiedene Domains im Falle des CMS – dann fügen Sie im allerletzten Fall ein Präfix für die Datenbank ein. Dieses sollte sich idealerweise auf die Domain selbst beziehen und mit einem zusätzlichen Unterstrich enden.

Der nächste Bildschirm veranschaulicht die Installation des Kem und der einzelnen Module mit Hilfe eines Fortschrittsbalkens. Sie brauchen hier nichts weiter zu tun.

Nach der Installation der Software müssen Sie die Seite noch konfigurieren. Hierfür müssen Sie einen Titel, eine Kontakt-E-Mail-Adresse, einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben.

Geben Sie Ihr eigenes Passwort ein. Außerdem können Sie ein entsprechendes Land angeben und Ihre Zeitzone einstellen. Alle Eingaben können später auf der Seite „Done“ geändert werden. Nun noch eine letzte Bestätigung – und die Einrichtung von Drupal ( oder 7 ) ist abgeschlossen.

Einloggen in das Drupal-Backend

Während der Installation haben Sie u.a. einen Admin-Account für Drupal angelegt, der nun benötigt wird, um sich zum ersten Mal am Backend anzumelden. Sie öffnen das Login-Fenster, indem Sie die folgende Seite mit einem Browser Ihrer Wahl aufrufen. Natürlich müssen Sie die hier angegebene Beispiel-Domain-Adresse „new.org“ um die Internet-Adresse Ihres Projekts ergänzen:

https://example.org/user/login

Geben Sie nun in der Anmeldemaske den Benutzernamen admin und das zugehörige Passwort („Admin“) ein und klicken Sie auf „Anmelden“.

Ändern Sie die Benutzersprache des Backends auf Deutsch

Nach der Installation ist Englisch die Standardsprache für die Benutzeroberfläche von Drupal eingestellt. Es ist jedoch bereits möglich, durch die Installation von Sprachpaketen andere Sprachen auszuwählen. In der Standardinstallation sind solche Pakete jedoch nicht enthalten, so dass Sie als erstes das deutsche Sprachpaket für die angegebene Drupal-Sprache vom Drupal Translation Server herunterladen müssen. Wenn Sie das getan haben, gehen Sie in der Backend-Einstellung in das Menü „Konfiguration“ und klicken Sie im Bereich „REGIONALE UND SPRACHEN“ auf den Menüpunkt „Übersetzungsschnittstelle“.

Wechseln Sie auf den Reiter „Import“ und geben Sie unter „Übersetzungsdatei“ den Pfad zur heruntergeladenen Sprachdatei des Servers an. Klicken Sie auf „Importieren“ und der Import wird angestoßen.

Surfen Sie zurück in das Gesamtmenü und klicken Sie nun auf den Eintrag für die “ Sprache.

Sprachen“. Wählen Sie dann aus der Liste in „“DEFAULT““ die deutsche Spannung als Standardsprache der Oberflächensprache aus – und klicken Sie auf den Eintrag „Apply configuration…“ sowie „“Save““, um die Änderungen zu übernehmen.

Anlegen eines Eintrags

Am unteren Rand des Bildschirms finden Sie die Liste der Navigation mit den jeweiligen Backend-Funktionen.

Klicken Sie auf den Menüpunkt „Inhalt“. Dadurch gelangen Sie auf die Seite mit der Übersicht aller bisher angelegten Artikel. Um einen bereits angelegten Artikel zu bearbeiten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Bearbeiten“ in der rechten Spalte.

Um einen neuen Artikel zu erstellen, klicken Sie auf den Link „Inhalt hinzufügen“.

Auf der nächsten Seite sollten Sie den Typ des Inhalts angeben, den Sie erstellen möchten. Seite ist der geeignete Typ für statische Situationen, dieser wird immer vollständig angezeigt. Der Nachrichtentyp wird verwendet, um Titel im Blog ansi

cht. Hier sehen Sie nur den einleitenden Text der Fehlermeldung, den vollständigen Text können Sie nur lesen, wenn Sie auf den Link „Weiterlesen“ klicken. Wir setzen also etwas Statisches ein und klicken auf Seite.

Im Editorfenster können wir nun unseren Text für die neue Webseite schreiben.

Theme importieren und als Standard-Theme festlegen

Das Erstellen einer Drupal-Website ist dank der einfachen Struktur des Content-Management-Systems auch für Anwender mit wenig IT-Erfahrung möglich. Der Funktionsumfang ist zunächst auf das Nötigste beschränkt, was nicht unbedingt bedeutet, dass Sie komplexere Projekte mit der Software bewältigen können. Sollte Ihnen der Funktionsumfang der Kernkomponenten nicht ausreichen, können Sie über Zusatzmodule problemlos weitere Features hinzufügen.

Der modulare Aufbau gilt auch für das Design und Layout Ihrer Drupal-Homepage: Drupal stellt hierfür zwei vordefinierte Themes zur Verfügung. Das Standard-Theme („Bartik“) und das Administrations-Theme („Seven“) bieten Ihnen alle Werkzeuge, die Sie für Ihr Projekt und für die Gestaltung Ihrer ersten Drupal-Website benötigen. Sie können auch eines von mehreren hundert verfügbaren kostenlosen Themes für die Drupal-Administration im Download-Bereich finden, es herunterladen und in Ihre Installation einbinden. Allerdings gibt es in Drupal, wie in allen anderen CMS – im Gegensatz zu diesem – keinen eingebauten Installer, so dass Sie Ihr Theme manuell in das Verzeichnis des Webshops bringen müssen. Hier ist das Zielverzeichnis das folgende:

Drupal/name-der-website/themes

Sobald die Themes in den Webspeicher verschoben wurden, können sie im Backend des Content-Manager-Systems installiert werden. Öffnen Sie dazu bitte das Hauptmenü von “ Design“ und gehen Sie nach unten in den Bereich ³“Uninstalled Themes³“.

Dort werden unter ³“Uninstalled Themes³“ alle importierten Drupal-Themes aufgelistet, die nicht bereits installiert sind. Im Bild oben sehen Sie das Demo-Theme Stark (standardmäßig verfügbar) und das zuvor hochgeladene Zen.

Klicken Sie bei dem gewünschten Theme auf „Installieren und als Standard festlegen“, um das gewünschte Template zu installieren – und es als Standard für Ihre Drupal-Sites auszuwählen. Klicken Sie anschließend auf „Konfiguration übernehmen“, um die Template-Änderung zu bestätigen.

Layout-Builder

Das Modul Layout Builder für Drupal 8 und Drupal 9 bietet eine Layout-Benutzeroberfläche (UI), eine Reihe professioneller visueller Design-Werkzeuge, die es Textern und Site-Administratoren ermöglichen, das gesamte Layout einer Seite über eine intuitive Drag-and-Drop-Oberfläche zu ändern. Sie können den Layout Builder verwenden, um das Erscheinungsbild einer einzelnen Seite anzupassen, ein angepasstes Layout für alle Inhalte eines Typs zu erstellen oder sogar Landing Pages zu erstellen.

Auf einer hohen Ebene erlaubt es dem Benutzer, ein Layout zu generieren – zum Beispiel zwei Spalten mit einer Kopfzeile – und dann die Felder eines Inhaltstyps und beliebige Blöcke in diesem Layout zu platzieren.

Der Layout-Builder bietet eine API und eine Layout-Erkennungsfunktion, die Themes und andere Module nutzen können, um neue Vorlagen bereitzustellen. Dies sorgt für einen konsistenten Ansatz im gesamten Website-Baukasten.

 

 

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