Mit einem Homepage-Baukasten erstellen Sie eine Website ohne Programmierkenntnisse: Sie wählen eine Vorlage, fügen Texte und Bilder ein und bearbeiten die Seiten im Browser. Welcher Anbieter zu Ihnen passt, hängt davon ab, ob Sie eine Firmenwebsite, ein Portfolio, einen Blog oder einen Online-Shop erstellen möchten.
Die Empfehlungen im Vergleich „Top 6 Baukästen 2020“ geben den damaligen Stand wieder und bilden keine aktuelle Rangliste. Die Seite nennt den 5. Juli 2021 als letztes Aktualisierungsdatum. Zudem weichen die Kurzempfehlungen von der Liste der ausführlichen Tests ab. Die Einschätzungen zeigen den Stand von damals und sind keine aktuelle Rangliste.
Ergebnisse des Baukasten-Vergleichs
Die damalige Übersicht empfiehlt Squarespace für Gestaltung und Wix für die freie Platzierung von Elementen. Für deutschsprachigen Support nennt sie 1&1 IONOS. Weebly empfiehlt sie wegen der einfachen Bedienung, Format für Portfolios. Webflow wird als passende Wahl für Designer genannt. Im Inhaltsverzeichnis der ausführlichen Tests steht jedoch Jimdo unter den ersten sechs Anbietern, während Webflow an siebter Stelle folgt.
Die veröffentlichten Angaben erklären auch nicht, wie getestet wurde: Die Seite erwähnt mehr als 20 getestete Baukästen. Sie nennt jedoch weder eine einheitliche Testaufgabe noch die Gewichtung oder Punktzahlen. Sie weist außerdem auf eine Finanzierung über Affiliate-Provisionen hin. Beziehen Sie diese Finanzierung ein, wenn Sie die Empfehlungen bewerten. Affiliate-Provisionen allein zeigen jedoch nicht, ob die Empfehlungen verzerrt sind.
| Baukasten | Damaliger Schwerpunkt laut Vergleich | Genannte Einschränkung |
|---|---|---|
| Squarespace | Gestaltung, Blogs und visuelle Inhalte | Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix |
| Wix | Freie Platzierung von Elementen und viele Vorlagen | Ohne klare Struktur kann die Website unübersichtlich werden |
| Jimdo | Geführter, einfacher Einstieg | Layouts und Gestaltung sind stärker vorgegeben |
| 1&1 IONOS | Klassische Firmenauftritte und deutschsprachiger Support | Keine kostenlose Version oder Testversion laut damaliger Einschätzung |
| Weebly | Übersichtlicher Editor und einfache Bedienung | Kleine Vorlagenauswahl |
| Format | Portfolios für Fotografen und Kreative | Einarbeitung in den Editor kann nötig sein |
| Webflow | Gestaltungskontrolle und Funktionen für Inhalte | Steile Lernkurve und komplexere Preise |
Die Angaben beziehen sich auf den Produktstand zum Zeitpunkt des Vergleichs. Aussagen zu Preisen, Vorlagenwechsel, Support und Funktionen sollten Sie vor einer Buchung beim Anbieter prüfen.
Welcher Homepage-Baukasten passt?
Für Gestaltung und Inhalte
Squarespace wurde für moderne Vorlagen und Funktionen rund um Blogs, Podcasts, Terminplanung, Audio und Fotogalerien hervorgehoben. Das passt zu einer Website, auf der Bilder und redaktionelle Inhalte im Vordergrund stehen. Wenn Sie jedes Element möglichst frei auf der Seite platzieren möchten, ordnete die damalige Übersicht Wix stärker ein.
Bei Wix ließ sich laut Vergleich die Position von Elementen sehr frei bestimmen. Damit die Website übersichtlich bleibt, brauchen Sie einheitliche Abstände und eine klare Seitenstruktur. Fehlen sie, wirkt die Website schnell unruhig. Die Quelle wies außerdem darauf hin, dass sich eine gewählte Vorlage damals später nicht wechseln ließ. Prüfen Sie diese konkrete Einschränkung vor der Entscheidung anhand der aktuellen Anbieterangaben.
Für einen einfachen Einstieg
Jimdo und Weebly wurden als leicht bedienbare Optionen beschrieben. Jimdo bot laut Vergleich eine geführte Einführung und ließ sich am Computer sowie über eine mobile App bearbeiten. Sie konnten die Gestaltung weniger frei anpassen, weil Jimdo sie stärker an die ausgewählten Vorlagen band. Das eignet sich, wenn Sie schnell eine überschaubare Website erstellen möchten und nicht jedes Detail selbst festlegen müssen.
Die damalige Übersicht hob bei Weebly den übersichtlichen Editor, ein App Center und E-Commerce-Funktionen hervor. Als Einschränkung nannte sie eine kleinere Auswahl an Vorlagen. Für beide Anbieter gilt: Legen Sie vor der Wahl eine Beispielseite an und prüfen Sie, ob Sie wichtige Änderungen selbst vornehmen können, etwa die Navigation umstellen oder eine Kontaktseite ergänzen.
Für Firmen und Portfolios
Laut damaliger Einschätzung eignete sich 1&1 IONOS besonders für klassische Firmenwebsites. Branchenvorlagen, eine Mischung aus freier Bearbeitung und vorgegebenem Aufbau sowie telefonischer Support auf Deutsch waren die genannten Stärken. Die Quelle beschrieb die Vorlagen als eher konservativ und nannte keine kostenlose Version oder Testversion. Für Unternehmen zählen deshalb neben dem Aussehen auch die Tarifkosten und die Frage, ob Sie den Support erreichen können.
Format war auf Portfolios ausgerichtet, besonders für Fotografen und andere Kreative. Die Vergleichsseite verwies auf Verbindungen zu Adobe Lightroom und Capture One. Sie beschrieb den Editor als weniger intuitiv und merkte an, dass eine Einarbeitung über Videos helfen könne. Wenn Sie vor allem Arbeiten präsentieren, testen Sie, ob Galerie, Bilddarstellung und Seitenaufbau zu Ihrem Portfolio passen.
Für mehr Designkontrolle
Die damalige Übersicht sah Webflow als Option für Designer, die das Layout genau steuern und Inhalte verwalten möchten. Kenntnisse in HTML und CSS, also den Sprachen für Aufbau und Gestaltung von Webseiten, erleichtern den Einstieg. Die damalige Quelle warnte vor einer steilen Lernkurve. Sie warnte außerdem vor einer komplexeren Preisstruktur und möglichen Zusatzkosten für Gestaltungsvorlagen.
Damit ist Webflow vor allem dann interessant, wenn Sie bereit sind, Zeit in die Bedienung zu investieren. Für eine einfache Internet-Visitenkarte wäre der zusätzliche Gestaltungsumfang möglicherweise unnötig. Entscheidend ist, ob Sie die Kontrolle tatsächlich brauchen und die Funktionen im passenden Tarif enthalten sind.
Kosten und Funktionen der Baukästen prüfen
Die damaligen Anbieterbeschreibungen reichen für einen Preisvergleich nicht aus. Sie nennen keine konkreten Tarife, Vertragslaufzeiten oder Verlängerungspreise. Prüfen Sie beim Anbieter den Einstiegspreis und die Kosten nach der ersten Vertragsphase. Klären Sie auch, ob eine eigene Domain, ein Online-Shop und die benötigten Zusatzfunktionen im gewählten Tarif enthalten sind.
Ein Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2024 zeigt die Unterschiede bei den Kosten der Baukästen: Für die geprüften Angebote nannte sie im ersten Jahr eine Spanne von 43 bis 257 Euro. Die Stiftung Warentest wies außerdem darauf hin, dass es im zweiten Jahr häufig teurer wird. Diese Zahlen beziehen sich auf den separaten Test von 2024 und sagen nichts über die damaligen Preise der hier beschriebenen Anbieter aus.
Um die Baukästen fair zu testen, erstellen Sie bei jedem Anbieter dieselben Seiten: eine Startseite, eine Über-uns-Seite und eine Kontaktseite. Prüfen Sie die Darstellung auf dem Smartphone und am Computer. Wenn Sie einen Blog oder Shop brauchen, testen Sie auch diese Funktionen im Tarif, den Sie tatsächlich buchen würden. So sehen Sie, wie leicht sich Ihre Inhalte pflegen lassen und welche Kosten für Ihr Vorhaben anfallen.