Eine Firmenhomepage soll Interessierten schnell zeigen, was das Unternehmen anbietet und wie sie Kontakt aufnehmen. Legen Sie zuerst das Ziel fest und sammeln Sie die passenden Inhalte. Danach entscheiden Sie, ob ein Website-Baukasten, ein Content-Management-System (CMS) oder professionelle Unterstützung passt.
Der Aufwand hängt vom Umfang der Website und ihrer späteren Pflege ab. Einen kleinen Informationsauftritt können Sie oft selbst erstellen. Bei einem Shop, Buchungssystem oder einer geschäftskritischen Website müssen Sie von Anfang an Technik, rechtliche Vorgaben und laufende Betreuung einplanen.
Ziel und nächste Schritte festlegen
Legen Sie zuerst fest, was Besucher nach dem Aufruf Ihrer Website tun sollen. Vielleicht sollen sie anrufen, eine Anfrage senden, einen Termin buchen oder ein Produkt kaufen. Dieses Ziel bestimmt, welche Informationen die Website braucht und wie Besucher durch die Seiten gelangen.
Beschreiben Sie außerdem, für wen Ihr Angebot gedacht ist. Kunden einer Tischlerei haben andere Fragen als Kunden einer Steuerberatung oder eines Online-Shops. Fragen Sie sich, was ein möglicher Kunde vor einer Kontaktaufnahme wissen möchte: Welche Leistungen bieten Sie an? Für welche Anliegen sind sie geeignet? In welcher Region arbeiten Sie? Was kostet die Leistung und was umfasst sie, wenn Sie diese Angaben bereits nennen können?
Mit diesen Antworten planen Sie die ersten Seiten Ihrer Website. Für viele kleine Unternehmen reichen zunächst eine Startseite, eine Seite zu den Leistungen, Informationen zum Unternehmen und eine Kontaktseite. Referenzen, häufige Fragen, eine Anfahrtsbeschreibung oder ein Shop kommen hinzu, wenn sie Kunden bei der Entscheidung helfen.
Inhalte vorab sammeln
Sammeln Sie die Informationen und Materialien, bevor Sie Seiten gestalten. Dazu gehören verständliche Leistungsbeschreibungen, die richtige Firmenanschrift und Telefonnummer sowie aktuelle Öffnungszeiten, falls Kunden Sie vor Ort besuchen. Legen Sie auch fest, welche E-Mail-Adresse Anfragen erreichen soll und wer diese beantwortet.
Zeigen Sie konkrete Beispiele, wenn Sie welche verwenden dürfen. Ein Handwerksbetrieb kann abgeschlossene Arbeiten vorstellen, eine Beratung typische Fragestellungen erklären. Verwenden Sie eigene Bilder oder klären Sie die Nutzungsrechte für fremde Bilder. Ein Foto, das sich im Internet finden lässt, darf nicht automatisch für die Firmenwebsite übernommen werden.
Schreiben Sie für Ihre Kunden und nicht nur über die Unternehmensgeschichte. Auf der Startseite sollten Besucher früh erkennen, welche Leistung Sie anbieten, für wen sie geeignet ist und wie der nächste Schritt aussieht. Eine klare Schaltfläche wie „Beratung anfragen“ hilft, wenn sie direkt zum passenden Formular oder Kontaktweg führt.
Den passenden Weg wählen
Ein Website-Baukasten eignet sich als Ausgangspunkt, wenn die Website überschaubar bleibt und Sie Texte sowie Bilder selbst einpflegen möchten. Prüfen Sie vor der Wahl, ob der Anbieter die benötigten Funktionen bietet und ob Sie die Inhalte später selbst bearbeiten können. Auch die laufenden Gebühren, mögliche Zusatzkosten und der Umgang mit Domain und eigenen Inhalten gehören in den Vergleich.
Ein CMS ist ein Programm, mit dem Sie Seiten und Inhalte verwalten. Es passt eher, wenn viele Inhalte regelmäßig geändert werden oder die Website wachsen soll. Dafür müssen Sie auch Updates, technische Pflege und gegebenenfalls Erweiterungen einplanen. Ein CMS ist nicht automatisch günstiger oder einfacher als ein Baukasten.
Ein Dienstleister passt, wenn Gestaltung, Texte oder technische Funktionen intern fehlen oder die Website direkt zur Kundengewinnung beiträgt. Vergleichen Sie Angebote anhand eines klaren Umfangs: Welche Seiten und Funktionen sind enthalten? Wer liefert Texte und Bilder? Wer kümmert sich nach dem Start um Änderungen, technische Wartung und laufende Kosten? So lassen sich Angebote besser vergleichen als über einen einzelnen Gesamtpreis.
Domain und Kosten prüfen
Die Domain ist die Internetadresse Ihrer Website. Wählen Sie eine Schreibweise, die sich leicht merken und am Telefon verständlich weitergeben lässt. Prüfen Sie die Verfügbarkeit, bevor Sie die Adresse registrieren. Eine freie Domain beweist jedoch nicht, dass ihre Nutzung keine Rechte anderer verletzt. Stimmen Sie den Namen deshalb mit Ihrem Firmennamen ab und prüfen Sie mögliche Marken- oder Namenskollisionen.
Kalkulieren Sie einmalige und laufende Ausgaben getrennt. Zu den laufenden Posten gehören je nach gewählter Lösung die Domain, das Hosting, also der Speicherplatz und der technische Betrieb der Website, sowie Lizenzen, Wartung und Änderungen durch externe Anbieter. Auch Ihre eigene Zeit für Texte, Bilder und Pflege ist ein Aufwand. Die Preise unterscheiden sich stark nach Umfang und Leistungsbeschreibung; ein pauschaler Standardpreis sagt daher wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten aus.
Seiten verständlich gestalten
Eine gute Navigation benennt die Seiten so, wie Besucher sie erwarten, etwa „Leistungen“, „Über uns“ und „Kontakt“. Verstecken Sie wichtige Informationen nicht in langen Texten. Teilen Sie Inhalte in kurze Abschnitte mit aussagekräftigen Überschriften und verlinken Sie auf passende nächste Schritte.
Gestalten Sie die Website von Anfang an für kleine Bildschirme mit. Google nutzt die mobile Version einer Website für die Indexierung, also die Aufnahme ihrer Seiten in den Suchindex, und für das Ranking, also ihre Position in den Suchergebnissen. Bei responsivem Design passt sich die Darstellung an unterschiedliche Bildschirmgrößen an. Prüfen Sie daher auf einem Smartphone, ob Texte gut lesbar sind, Menüs funktionieren und Kontaktmöglichkeiten ohne langes Suchen erreichbar bleiben.
Achten Sie außerdem darauf, dass Texte gut lesbar sind, Schaltflächen klar beschriftet sind und Bilder aussagekräftige Beschreibungen haben. Bilder sollten die Seite unterstützen und nicht dazu führen, dass wichtige Informationen nur als Bild zu sehen sind. Testen Sie Formulare und Telefonnummern direkt auf dem Gerät, das viele Ihrer Kunden voraussichtlich verwenden.
Rechtliche Vorgaben für die Firmenwebsite prüfen
Geschäftsmäßige digitale Dienste müssen die vorgeschriebenen Informationen über den Anbieter leicht zugänglich bereitstellen. Dazu gehören insbesondere Angaben zur Identität und Anschrift sowie eine Möglichkeit zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme. Welche weiteren Angaben erforderlich sind, hängt unter anderem von Rechtsform, Registrierung und Tätigkeit ab. Prüfen Sie die Anforderungen für Ihr konkretes Unternehmen, statt ein Impressum von einer anderen Website zu kopieren.
Die Datenschutzhinweise müssen zu den tatsächlich eingesetzten Funktionen passen. Ein Kontaktformular verarbeitet beispielsweise Angaben, die ein Besucher selbst einträgt. Auch eingebettete Dienste und Analysewerkzeuge können personenbezogene Daten betreffen. Beschreiben Sie daher nur Datenverarbeitungen, die auf Ihrer Website tatsächlich stattfinden, und prüfen Sie, welche Informationen Besucher dazu erhalten müssen.
Ein Cookie-Banner ist nicht pauschal für jede Website vorgeschrieben. Entscheidend ist, ob Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden und ob eine gesetzliche Ausnahme greift. Prüfen Sie deshalb die eingesetzten Analyse- und Einbindungsdienste, bevor Sie eine Einwilligungslösung auswählen.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz betrifft unter anderem bestimmte digitale Dienstleistungen, die auf den Abschluss eines Verbrauchervertrags ausgerichtet sind. Dazu können Verkaufs- oder Buchungsfunktionen gehören. Ob die Anforderungen für eine konkrete Website gelten, hängt von ihrer Funktion und dem Unternehmen ab. Eine reine Informationsseite fällt nicht automatisch unter dieselben Regeln. Bei Unsicherheit ist eine rechtliche Prüfung sinnvoll.
Suchmaschinenoptimierung früh einplanen
Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, umfasst Maßnahmen, die Suchmaschinen helfen, Inhalte zu verstehen und passende Seiten zu finden. Schreiben Sie klare Seitentitel und Überschriften, verwenden Sie Begriffe, die Kunden für Ihre Leistungen tatsächlich nutzen, und benennen Sie Seiten verständlich. Eine Seite über Reparaturen sollte zum Beispiel konkret erklären, welche Reparaturen angeboten werden und in welchem Gebiet der Betrieb arbeitet.
Verknüpfen Sie zusammengehörige Seiten miteinander. Wer auf der Leistungsseite mehr erfahren möchte, sollte von dort leicht zu passenden Referenzen oder zur Kontaktseite gelangen. Aussagekräftige URLs und eine übersichtliche Navigation helfen Menschen und Suchmaschinen bei der Orientierung.
Nützliche Inhalte und saubere Technik verbessern die Voraussetzungen für die Auffindbarkeit, garantieren aber weder die Aufnahme in die Suchergebnisse noch eine bestimmte Position. Eine Sitemap, eine Datei mit den Adressen wichtiger Seiten, kann Suchmaschinen bei der Orientierung helfen, ist aber nicht für jede Website zwingend erforderlich. Nach Änderungen dauert es unterschiedlich lange, bis Suchmaschinen neue Inhalte berücksichtigen.
Vor dem Start alles testen
Öffnen Sie jede Seite auf dem Smartphone und am Computer. Kontrollieren Sie, ob Menüs, Links und Formulare funktionieren und ob die Kontaktdaten stimmen. Senden Sie eine Testanfrage ab und prüfen Sie, ob sie im richtigen Postfach ankommt. Achten Sie auch darauf, dass keine Platzhaltertexte, nicht mehr passende Preise oder ungewollt leere Seiten veröffentlicht werden.
Prüfen Sie außerdem, ob die Website eine sichere Verbindung verwendet und ob Bilder sowie eingebettete Inhalte wie vorgesehen laden. Wenn Sie eine bestehende Domain umziehen oder eine alte Website ersetzen, planen Sie Weiterleitungen für weiterhin benötigte Adressen ein. So gelangen Besucher und Suchmaschinen nicht auf veraltete oder fehlende Seiten.
Nach dem Start aktuell bleiben
Legen Sie fest, wer Inhalte und technische Funktionen pflegt. Leistungen, Preise, Öffnungszeiten und Kontaktdaten sollten aktualisiert werden, sobald sie sich ändern. Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob Formulare noch Anfragen zustellen und externe Links weiterhin zum richtigen Ziel führen.
Bei einem CMS gehören technische Aktualisierungen und Sicherungen zu den laufenden Aufgaben. Bei einem Baukasten übernimmt der Anbieter bestimmte technische Arbeiten, doch Inhalte und Funktionen müssen trotzdem kontrolliert werden. Prüfen Sie auch bei einem Dienstleister, wer für welche Wartungsaufgaben zuständig ist und wie Änderungen beauftragt werden.