Kosten einer Internetseite

Was kostet eine Website?

Die Preise für Entwurf und Programmierung einer Internet-Präsenz beginnen bei einigen hundert Euro, wenn sich der Auftraggeber mit einer existierenden Vorlage begnügt und wenige Individualisierungswünsche äußert. Je weiter sich das Design vom Basis-Template entfernt, umso teurer wird es. Kundenspezifische Designs kosten in der Regel ab 3.000 Euro aufwärts. Zusätzlicher Funktionsumfang macht sich im Einstiegspreis, aber auch in den Folgekosten bemerkbar. Für kleinere Projekte sind Festpreisvereinbarungen sinnvoll und üblich, größere Webauftritte werden auf Stundenbasis oder in einer Kombination von fixen und variablen Kosten abgerechnet. Als Kunde können Sie den Preis günstig beeinflussen, wenn Sie Rahmenvorgaben verbindlich festlegen, dem Webdesigner innerhalb dieses Rahmens weitgehend freie Hand lassen und für den Fall von Rückfragen eine effiziente Kommunikation mit den Entscheidungsträgern sicherstellen.

Beispiele

Einfache Webseite auf Basis eines Templates

Template bedeutet so viel wie Schablone oder Vorlage. Für kleinere Unternehmen wie Handwerksbetriebe, Restaurants, Fitness-Studios, Freiberufler und Vereine sind einfache Webseiten auf Basis solcher Templates eine ideale Lösung. Für ein Budget zwischen etwa 700 und 1.500 Euro erhalten sie eine ansprechende Visitenkarte, werden von Suchmaschinen gefunden und können ihr Leistungsspektrum einer breiten Nutzerschicht präsentieren. Typische Elemente sind neben der Startseite eine Darstellung des Unternehmens bzw. Vereins, die Über-uns-Seite, sowie eine Kontaktmöglichkeit per Formular. Natürlich sind alle gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile rechtssicher eingefügt. Trotz des im Hintergrund verwendeten Templates sind individuelle Designs möglich. Geänderte Farbpaletten und Schriftarten sorgen dafür, dass sich die eigene Webseite genügend von anderen unterscheidet und nicht einfach kopiert wirkt.

Professionelle, individuell entwickelte Webseite

Wer mehr Individualität oder einen erweiterten Funktionsumfang möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Für im Mittel 3.000 bis 5.000 Euro gibt es ein eigenständiges, unverwechselbares Design und zusätzliche Funktionen wie etwa Bildergalerie, Blog und Live-Chat. Mittelständische Unternehmen sollten sich so eine Investition leisten. Aber auch Startups, die die Mehrzahl ihrer Kunden online finden, können auf diese Weise die Umsätze oder Klick-Zahlen deutlich steigern. Interessant ist eine professionelle Webpräsenz auch für Dienstleister, die ansonsten nur wenige Möglichkeiten haben, sich durch das Herausstellen einer individuellen Leistung von Mitbewerbern abzuheben, zum Beispiel Rechtsanwälte und Steuerberater.

Onlineshop

Onlineshops sind recht aufwendig zu programmieren und deshalb nicht billig. Selbst für einen kleinen Shop sollte der Auftraggeber mit etwa 10.000 Euro rechnen. Das lohnt sich nur, wenn nennenswerte Umsätze im Internet generiert werden können und das Unternehmen in der Lage ist, den damit zusammenhängend Aufwand wie Versand, Inkasso und Behandlung von Retouren zu stemmen.

Angebote für kleine Budgets

Alles zu teuer, aber der Homepage-Baukasten des Webhosters ist auch nicht Ihr Ding? Reicht Ihnen ein vorgefertigtes Template nahezu ohne Anpassungen, sodass nur einige Texte und Bilder hinzugefügt werden müssen, kommen Sie wahrscheinlich mit einigen hundert Euro aus. Vielleicht wohnen Sie in der Nähe einer Universitätsstadt und finden einen Informatik- oder Designstudenten, der sich mit solchen Aufträgen eine Kleinigkeit hinzuverdienen möchte.

Paketpreis oder Abrechnung nach Stunden

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Küche inklusive Montage kaufen, aber das Küchenstudio kann ihnen dafür keinen festen Preis nennen. Vielleicht legt es Ihnen die Kalkulation sogar offen. Der Preis für Holzteile und Geräte ist bekannt, der Aufwand für Kleinmaterial fällt dagegen kaum ins Gewicht und wird pauschal aufgeschlagen. Schwierig wird es bei der Montage. Eine Arbeitsstunde wird mit 35 Euro berechnet, aber es kann fünf oder zwanzig Stunden dauern – je nachdem, auf welche Schwierigkeiten man während der Arbeiten stößt. Eine Alternative wären Preise pro laufendem Meter Küchenfront mit Zuschlägen für Strom-, Gas- und Wasseranschlüsse.

Die Sicht des Anbieters

Vor einer ähnlich gelagerten Problematik steht auch der Webdesigner. Ein Angebot zum Festpreis beruhigt den Kunden und schafft auch beim Auftragnehmer Planungssicherheit. Ein Vergleich mit Mitbewerbern wird schwieriger, weil es kein unerfreuliches Feilschen um Stundensätze gibt. Außerdem gibt der Festpreis Spielraum, einem Neukunden entgegenzukommen und später an Wartung und Pflege der Website etwas mehr zu verdienen. Auf der anderen Seite wird das Planungsrisiko einseitig auf den Webdesigner verlagert, und der Kunde könnte versucht sein, mit dem Projektfortschritt immer weitere Wünsche zu platzieren, da er ja eine Flatrate bezahlt.

Die Sicht des Kunden

Der Auftraggeber wird sich schwertun, den Umfang der Dienstleistung in Arbeitsstunden abzuschätzen. Er wird deshalb vermutlich den Festpreis bevorzugen, wenn er den Eindruck hat, der eingebaute Puffer für Schätzfehler sei nicht übertrieben. Andererseits gibt ihm ein Stundensatz bessere Möglichkeiten zum Preisvergleich. Ein billigeres Angebot wird immer zu finden sein, aber die Frage ist, welche Leistung dahintersteht. Möglicherweise liefert der Billig-Programmierer eine minderwertige oder gar fehlerhafte Leistung ab, oder er braucht schlichtweg länger für gleiche Qualität, sodass das scheinbar günstige Angebot letztendlich doch teurer kommt.

Lösungsvorschläge

Bei kleineren, aufwandsmäßig überschaubaren Projekten hat ein Paketpreis durchaus seine Berechtigung. Beim Erstellen größerer Internetpräsenzen macht es Sinn, einen Projektplan zu erstellen und die einzelnen Schritte einzeln zu bepreisen. Dabei kann durchaus eine Kombination aus Festpreisen und aufwandsbezogener Abrechnung herauskommen. Eine Möglichkeit ist, anhand der nachfolgend beschriebenen Leistungskriterien einen Komplettpreis zu vereinbaren und dem Webdesigner innerhalb des Teilauftrags weite Freiheiten einzuräumen. Extras, die über das vertraglich definierte Paket hinausgehen, werden zu ebenfalls im Voraus festgelegten Stundensätzen abgerechnet. Damit ist für beide Seiten eine gewisse Absicherung nach unten und oben gewährleistet, ohne dadurch die Flexibilität bei der kreativen Arbeit zu bremsen.

Umfang der Dienstleistung

Im ersten Schritt gilt es zu klären, wer welche Aufgaben übernimmt. Wie bei der Müllabfuhr gilt: Voller Service ist teuer. Wer die Tonnen selbst an den Straßenrand stellt, spart. Auch beim Webdesign können Sie einige Arbeitsschritte selbst machen. Kosten und Nutzen müssen aber genau abgewogen werden. Erstens bedeutet eigene Arbeit an der Homepage auch Kosten oder zumindest Zeit, die Sie dem Unternehmen oder Verein auch anders hätten widmen können. Zweitens produziert Arbeitsteilung Abstimmungsaufwand. Pfuscht der Kunde dem Dienstleister zu sehr ins Handwerk, kommt es am Ende teurer oder das Ergebnis ist schlechter, als wenn der Designer allein seine Vorstellungen umgesetzt hätte.

Planung

Die Planung des Webauftritts sollte zumindest im ersten Schritt beim Auftraggeber liegen. Er hat Vorstellungen darüber, was er Interessenten zeigen möchte und wie er sich präsentieren will. Der Dienstleister wird die Planung prüfen und Empfehlungen dazu aussprechen, zum Beispiel wenn Pflichtbestandteile oder übliche bzw. wichtige Bereiche fehlen. Er wird auf Basis der Planung auch einen Preis bzw. Zeitaufwand nennen. Eventuell muss die Planung danach angepasst werden, wenn das Budget ein Projekt dieser Größe nicht hergibt oder wenn der Auftraggeber mit dem bereitgestellten Geld gar mehr realisieren kann als gedacht.

Programmierung & Design

Programmierung und Design sind die Kernkompetenzen des Webdesigners. Der Auftraggeber sollte sich darauf beschränken, seine Vorstellungen zum Design zu skizzieren oder Webseiten zu zeigen, die ihm besonders gut bzw. gar nicht gefallen haben. Der Designer wird die Intention verstehen, sollte aber in seiner künstlerischen Freiheit nicht eingeschränkt werden. Vor allem weiß er, welche Farben, Schriftarten und dergleichen nach den Erkenntnissen der Psychologie wie wirken, oder wie man Grafiken so einsetzt, dass Textbestandteile der Internetseiten eher wahrgenommen werden.

Text-Inhalte

Textvorgaben kommen in der Regel vom Kunden. Allerdings tut der Auftraggeber gut daran, hier eine gewisse Qualitätssicherung zu betreiben. Es wäre schade, den brandneuen Internetauftritt mit minderwertigen Texten zu füllen. Überarbeitungen sind zum Beispiel auf Crowdworking-Plattformen günstig zu haben. Erfahrene Texter nutzen Tools, mit denen lange, komplizierte Sätze und unnötige Füllwörter erkannt werden. Gleichzeitig findet eine Optimierung für Suchmaschinen statt, bekannt als SEO (Search Engine Optimization). Hier geht es darum, dass durch die richtige Verteilung von Schlüsselwörtern in Überschriften und Text die jeweilige Webseite möglichst weit oben gelistet wird, wenn jemand nach den eingestreuten Schlüsselbegriffen sucht. Eine Internetpräsenz, die bei Google erst auf der zweiten oder gar dritten Ergebnisseite steht, büßt massiv an Reichweite ein.

Grafiken & multimediale Inhalte

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Der Auftraggeber liefert vor allem die Bilder, Videos oder Präsentationen zu, die nicht aus allgemeinen Quellen erhältlich sind. Vermutlich gibt es bereits einen Fundus, zum Beispiel Bilder vom Betriebsgelände, Produkte, die für einen Geschäftsbericht aufgenommen wurden, oder Fotos der Geschäftsleitung und der Kundenbetreuer. Für die Veröffentlichung der Porträts im Internet ist eine zusätzliche Genehmigung der abgebildeten Personen einzuholen. Eine bereits erteilte Zustimmung für ein Printmedium reicht nach allgemeiner Rechtsauffassung nicht. Eine hohe Auflösung, wie sie für Druckwerke erforderlich ist, braucht man im Internet nicht. Deshalb sind auch ältere Digitalfotos sowie gescannte Abzüge, Negative oder Dias durchaus geeignet für den Webauftritt. Per Bildbearbeitung lassen sich technische Mängel recht gut beseitigen, sodass sie bei Betrachtung am Bildschirm nicht mehr auffallen.

Stockphotos als wichtige Ergänzung

Fehlende Motive kann der Auftraggeber entweder selbst fotografieren oder in besserer Qualität von einem Fotografen einfangen lassen. Eine gute Alternative sind Stockphotos, die im Internet gegen Lizenzgebühren angeboten werden. Auftraggeber und Webdesigner sollten hier gemeinsam auswählen. Der Internet-Profi kennt geeignete Quellen und weiß, welche Motive, Farben und Lichtstimmungen zum vorgesehenen Design passen. Unternehmer oder Vereinsvorstand entscheiden, ob die Bildaussage inhaltlich passt.

Videos sparsam einsetzen

Produktvorstellungen und Erklär-Videos sind heute dank schneller Internetverbindungen sehr verbreitet. Dennoch birgt die Verwendung gewisse Gefahren: Extern abgelegte Videos, zum Beispiel bei YouTube oder Vimeo, lassen sich zwar sehr leicht in den eigenen Online-Auftritt einbinden, aber der Betreiber hat kaum Kontrolle über Verfügbarkeit und unerwünschte Werbeeinblendungen. Außerdem können die Zugriffe auf Video-Plattformen in Firmennetzwerken beschränkt oder gänzlich gesperrt sein, dann bleibt der für das Video vorgesehen Frame leer – der Betrachter vermutet einen Fehler, und das macht einen schlechten Eindruck. Hosting von Videos auf eigenen Servern erfordert technisches Know-how, damit verschiedene Browser und Endgeräte bedient werden können. Außerdem verschlingen Videos viel Speicherplatz, verursachen Kosten durch den Datenverkehr und benötigen genügend Ressourcen, damit sie bei gleichzeitigem Zugriff mehrerer Nutzer störungsfrei abgespielt werden.

Deployment

Unter Deployment oder auch Publishing versteht der Webdesigner alle Schritte, die nötig sind, um die neu geschaffenen Inhalte online zu stellen, sodass sie öffentlich zugänglich sind. Der Umfang der einzukaufenden Dienstleistung hängt von der Größe des Unternehmens bzw. des Vereins ab. Gibt es eine eigene IT-Abteilung oder ein Vereinsmitglied, das sich um die Technik kümmert? Sie sind sicher in der Lage, eine Domain zu reservieren, also eine Internetadresse, unter der das Projekt künftig abrufbar sein wird. Da außerdem Speicherplatz auf einem Server benötigt wird, gibt es beim Webhosting meist Kombi-Angebote, bei denen eine oder mehrere Domains und passende E-Mail-Postfächer im Preis bereits enthalten sind. Die Auswahl der Domain ist auf jeden Fall Chefsache. Firmierung bzw. Vereinsname müssen sich darin wiederfinden, aber viele gängige Namen sind bereits vergeben. Zwar kann man mittlerweile auf zahlreiche neue Endungen, sogenannte Top-Level-Domains, ausweichen. Aber dabei muss man aufpassen, keine Markenrechte zu verletzen. Ein Beispiel: Wenn audi.de bereits der bekannten Automarke gehört, dürfen Sie nicht einfach auf audi.bayern ausweichen, selbst wenn diese Adresse noch frei ist. Das könnte teuer werden, außerdem werden Sie die Domain zurückgeben und Ihren Internetauftritt mühsam unter einem anderen Namen erneut bekannt machen müssen.

Bei komplexen Webseiten den Profi beauftragen

Als Freiberufler, kleiner Handwerksbetrieb oder lokal aktiver Verein werden Sie den Luxus einer eigenen EDV-Abteilung nicht zur Verfügung haben. Geht es darum, ein fertiges Projekt mit HTML-Seiten auf gemieteten Speicherplatz zu kopieren, wird Sie das nicht vor große Herausforderungen stellen. Dafür bietet der Webhoster entsprechende Tools, oder Sie nutzen eine Gratis-Lösung wie WinSCP. Geht es aber um Skripte, für die der Server eigens konfiguriert sein muss, sollten Sie sich das ohne versierte Kenntnisse nicht antun und diesen Part lieber dem Dienstleister überlassen. Fragen Sie ihn am besten, bevor Sie Speicherplatz mieten. Vielleicht müssen besondere Voraussetzungen zum Beispiel bezüglich unterstützter Skriptsprachen gegeben sein, damit sein Design funktioniert. Außerdem wird er Erfahrungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit unterschiedlicher Webspace-Anbieter haben und Sie entsprechend beraten.

Wartung

Schon während der Verhandlungen über das Erstellen der Homepage sollten Auftraggeber und Webdesigner über mögliche Folgeaufträge sprechen. Denn nur ein aktueller Inhalt, der oft genug Neues zu bieten hat, wird von Nutzern und Suchmaschinen geschätzt. Eine mögliche Aufgabenteilung kann so aussehen: Die neue Installation enthält ein Content Management System (CMS). Damit kann der Auftraggeber ohne technische Kenntnisse und mit nur geringem Einarbeitungsaufwand Inhalte an vordefinierten Stellen hinzufügen, entfernen, überarbeiten oder austauschen. CMS gibt es in teuren Profi-Versionen, aber auch kostenlos wie etwa das weit verbreitete WordPress. Eine kleine Anfangsinvestition rechnet sich, weil sich die Wartungskosten reduzieren und nur größere Updates über den Webdesigner veranlasst werden müssen.

Zugriffszahlen im Blick

Für das Monitoring einer Webseite muss man kein IT-Spezialist sein. Wichtig ist, dass der Hosting-Anbieter Statistiken zur Verfügung stellt und der Programmierer Elemente einbaut, die analysiert werden können. So erfährt der Auftraggeber nicht nur, wie oft seine Webpräsenz und einzelne Seiten besucht werden. Er weiß beispielsweise auch, welche Begriffe über Suchmaschinen zu Treffern führen, welche Einstiege die Interessenten wählen und an welcher Stelle sie gegebenenfalls das Webangebot wieder verlassen. Solche Erkenntnisse lassen sich mit Marketing-Experten diskutieren und später in eine Überarbeitung einzelner Texte, Seiten oder der Struktur der Homepage einbringen.

Umfang der Webseite

Darf es ein wenig mehr sein? Natürlich hat der Umfang eines Internetauftritts Einfluss auf die Kosten. Allerdings ist die Zahl der Seiten nicht zwingend ein Preistreiber. Das ist vielmehr eine hohe Zahl komplexer Zusatzfunktionen und anderer Extrawünsche.

Anzahl der Unterseiten

Steht ein angepasstes oder individuell gefertigtes Template einmal, bedeutet es für den Designer keinen Aufwand, es mehrfach einzusetzen. Ob Sie eine oder zehn Abteilungen nach gleichem Schema vorstellen, macht also bei der Preiskalkulation kaum einen Unterschied. Aufwendiger wird auf jeden Fall die Menüstruktur, außerdem braucht es Texte und Bilder, um die Seiten zu füllen. Zusätzliche Inhalte benötigen zudem Speicherpatz und verursachen Traffic. Beides dürfte aber hinsichtlich der Kosten kaum ins Gewicht fallen. Gibt es auf den Unterseiten Bestandteile, die sich häufig ändern, berücksichtigen Sie aber den intern oder extern entstehenden Aufwand für Pflege und Updates.

Zielsetzung der Webseite

Preislich macht es dagegen sehr wohl einen Unterschied, ob ein Unternehmen oder Verein einfach nur bei einer Online-Recherche gefunden werden will oder ob mit der Internetseite weitergehende Marketing- und Vertriebsziele verfolgt werden. Im ersten Fall braucht es nicht viel mehr als eine Visitenkarte mit den wichtigsten Kontaktdaten. Natürlich müssen offen oder im unsichtbaren Teil einige Keywörter vorhanden sein, damit die Seite aufgrund entsprechender Suchbegriffe überhaupt gefunden wird. Allerdings wird so eine Website voraussichtlich niemals ein gutes Ranking in einer Suchmaschine erreichen. Die Inhalte sind statisch, es gibt wenige oder gar keine Links zu anderen Seiten, umgekehrt ist die Seite selbst woanders auch nicht verlinkt. Google und andere Anbieter von Websuchen folgern daraus, dass die Relevanz der Seite eher gering ist, sie taucht in den Ergebnislisten deshalb so weit hinten auf, dass sie dort niemand mehr sehen wird.

Usability-Tests für neue Webprojekte

Wer mehr möchte, muss zuvor investieren. Sogenannte Usability-Tests erlauben eine Sicht auf das eigene Angebot aus dem Blickwinkel der Internetnutzer. Solche Tests können online durchgeführt werden und sie zeigen, wo Probleme entstehen und Nutzer zum Beispiel einen Bestellvorgang abbrechen. Neben den Kosten des Tests selbst ist der daraus resultierende Anpassungsaufwand einzuplanen. Er wird sich aber lohnen, wenn die Conversion Rate – der Prozentsatz der Besucher, die zu Kunden werden – maßgeblich gesteigert werden kann.

Funktionsumfang

Beim Autokauf können ein paar Kreuze auf der Liste der Extras den Preis des Basismodells problemlos verdoppeln. Genauso, sogar noch extremer, ist es bei der Homepage im Internet. Wie eingangs erwähnt, bewegen sich die Kosten einer einfachen, aber doch individuellen Webseite im Bereich von etwa 1.000 Euro. Ein Online-Shop kostet gleich das Zehnfache.

Folgekosten nicht vergessen

Bereiche für einen Blog, Downloads, Forum, Gästebuch, Kontaktformular inklusive Bestellmöglichkeit für einen Newsletter und ein Live-Chat sind nicht nur beim erstmaligen Erstellen einer Homepage Kostentreiber. Viel wichtiger ist, dass sie später zu Zeitfressern beim Auftraggeber werden. Wer sich hier übernimmt, läuft Gefahr, die Zusatzfunktionen zu vernachlässigen und damit einen negativen Eindruck bei Usern und übrigens auch bei Suchmaschinen zu hinterlassen. Schlimmstenfalls drohen sogar rechtliche Konsequenzen, beispielsweise wenn das Gästebuch nicht regelmäßig auf rechtswidrige Inhalte geprüft und diese zeitnah gelöscht werden.

Faktoren, die Kosten sparen

Geld sparen beim Webdesign ohne Leistungsverzicht? Das geht einfacher, als mancher Auftraggeber denkt. Das Erfolgsrezept ist ähnlich wie bei IKEA. Wer Möbel selbst transportiert und zusammenbaut, zahlt weniger.

Einfache Abstimmung zwischen Kunde & Dienstleister

Umständliche Kommunikation über viele Stationen kostet Zeit, die sich der Webdesigner bezahlen lassen wird. Händigt der Auftraggeber ihm eine möglichst kurze Liste entscheidungsbefugter Ansprechpartner aus, vereinfacht das den Abstimmprozess – das Projekt wird schneller und billiger fertig. Ist in kleinen Unternehmen und Vereinen der Chef bzw. Vorstand der einzige Entscheider, sollte er für den Designer zu vorgegebenen Zeiten erreichbar sein, sonst stockt die Arbeit. In größeren Betrieben lässt sich die Entscheidungsbefugnis aufteilen, zum Beispiel zwischen einem Designverantwortlichen und einem fachlich qualifizierten Mitarbeiter zur Abnahme von Texten.

Inhalte & Struktur stehen bereits fest

Haben Sie klare Vorstellungen darüber, was auf Ihrer Homepage stehen soll und wie die Website strukturiert ist, braucht Sie der Designer in diesem Punkt nicht mehr zu beraten. Er ergänzt Pflichtbestandteile oder sinnvolle Punkte wie Impressum, Disclaimer, Datenschutz-Hinweise und Social-Media-Buttons. Die bei der Beratungsleistung gesparte Zeit macht sich im Preis bemerkbar.

Dienstleister hat freie Hand bei Details

Auch wenn der Internetauftritt Chefsache ist: Vertrauen Sie dem Webdesigner, stimmen Sie nicht jeden Zeilenabstand und Trennbalken ab. Lassen Sie seiner Kreativität freien Lauf. Mischen Sie sich zu sehr ein, gefährden Sie nicht nur Termin- und Kostenplanung, sondern auch ein harmonisches Gesamtergebnis.

Verwendung eines fertigen Templates

Über Kosteneinsparungen durch Verwendung von Vorlagen hatten wir eingangs bereits berichtet. Hier gilt es, einen geeigneten Kompromiss zwischen Low Budget und Individualität zu finden. Je weniger ein vorhandenes Template geändert werden muss, desto preisgünstiger wird die Sache.

Faktoren, die die Kosten in die Höhe treiben

Auf der anderen Seite gibt es einige Preistreiber, die von Auftraggebern regelmäßig unterschätzt werden, zumal der Nutzen später gar nicht so groß ist. Es steckt dann zwar viel Arbeit in der Webpräsenz, nur leider kommt sie später nicht mehr hinaus.

Bestehendes Design soll implementiert werden / Design wird nicht vom Dienstleister selbst erstellt

Anders als bei der Bereitstellung von Inhalten und Strukturen ist die Vorgabe eines Designs überhaupt nicht hilfreich, im Gegenteil. Ein umfangreiches Handbuch zum Corporate Design (CD) ist zwar positiv wegen der exakten Vorgaben, es bedeutet aber auch, dass ein Template sehr umfangreich angepasst werden muss oder der Webdesigner von Anfang an frei programmiert. Das ist selbst dann erforderlich, wenn das gewünschte Design bereits als Grafik vorliegt, denn Formate wie PSD (Photoshop) oder JPG-Bilder taugen nicht für eine Umsetzung in der Seitenbeschreibung per HTML. Und am Ende bleiben dann mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem Differenzen, in denen sich Internet-Programmierung und CD-Handbuch im Detail unterscheiden. Das bedeutet teuren Abstimmungsbedarf und Änderungsaufwand. Besser und billiger ist es, ohne allzu eng fixierte Vorstellungen über das Design zu starten und es vom Dienstleister selbst erstellen zu lassen.

Kunde will auch kleine Details selbst bestimmen

Das Gegenstück zur freien Hand für den Webdesigner ist ein Auftraggeber mit Kontrollzwang, der sich ständig einmischt, auch bei unfertigen Arbeitsständen. Widerstehen Sie als Kunde dieser Versuchung. Haben Sie mit dem Dienstleister Stundensätze vereinbart, zahlen Sie jede Detailvorgabe doppelt, nämlich beim Designer und in eigenem Zeitaufwand.

Anforderungen ändern sich nachträglich

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden“ – so der vollständige Satz von Konrad Adenauer, der leider meist nur mit der ersten Hälfte zitiert wird. In einem Webprojekt zahlt es sich aus, zu Beginn lieber etwas länger nachzudenken und dann schon die Weisheit zu besitzen, dem Webdesigner konkrete Anforderungen vorzulegen und diese nach Beratung vertraglich zu fixieren. Nachträgliche Veränderungen dürfen in ein späteres Update einfließen, keinesfalls aber das Design völlig über den Haufen werfen. Wer kurz vor Fertigstellung noch an Grundsätzlichem herumbastelt, muss wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht zurück zum Start und geht sicher nicht als Sieger durchs Ziel.

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