Shopsoftware Vergleich

Welche Shopsoftware eignet sich?

Der Markt für Shopsysteme hält drei grundsätzliche Modelle bereit. Man kann auf eine kostenlose Open-Source-Software, eine kostenpflichtige E-Commerce-Lösung oder einen integrierten CMS-Onlineshop zurückgreifen. Die vierte Variante wäre, wenn man den Shop gleich von einer Softwareschmiede erstellen lässt. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Faktoren, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen, sind zum Beispiel: Wie viele Produkte bietet der Onlineshop an?

Wie sollen die Produkte präsentiert werden? Sind begleitende Informationstexte erwünscht? Welches Bezahlsystem will man den Kunden zur Verfügung stellen? Wie hoch ist der Sicherheitsanspruch? Soll der Shop zukünftig möglichst flexibel und anpassungsfähig bleiben?

Kostenlose E-Commerce-Systeme

Onlineshop erstellen

Die kostenlosen Shopsysteme halten momentan den größten Marktanteil. Die erhältlichen Programme wie Magento, OXID eSales oder modified eCOmmerce genügen von ihrem Programmumfang auch professionellen Ansprüchen. Der Vorteil dieser Open-Source-Software ist, dass sie dem User lizenzfrei zur Verfügung steht. Der Betreiber des Onlineshops zahlt weder für die Anschaffung des Programms noch für die eigentliche Nutzung. Außerdem bieten diese E-Commerce-Systeme vielfältige Anpassungsmöglichkeiten. Rund um erfolgreiche Softwaretitel wie Magento haben sich sehr mitgliederstarke Communitys gebildet. Sie helfen bei technischen Fragen und entwickeln pausenlos neue Zusatzmodule, die den Leistungsumfang verbessern.

Shopsoftware im Vergleich
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Der Markt für Shopsysteme hält drei grundsätzliche Modelle bereit.

Der Nachteil solcher kostenfreien Onlineshopsysteme liegt darin begründet, dass sich der Nutzer keinerlei Garantieleistungen erwarten darf. Es ist nicht sichergestellt, dass die Software in den kommenden Jahren weiterhin gepflegt und gewartet wird. Wenn ein Programmierfehler die Webseite lahmlegt, kann man niemanden in Regress nehmen oder auf eine Behebung des Problems drängen. Zudem muss man die Software selber einrichten. Dieser Prozess kostet wertvolle Arbeitszeit und zuweilen Nerven. Allerdings existieren eine Reihe spezialisierter Agenturen, die diese technische Wartung gegen Bezahlung übernehmen.

Kostenpflichtige Lösungen

Kostenpflichtige E-Commerce-Systeme wie etwa 1&1 Shop, Mondoshop oder plentymarkets bieten vollständig konfigurierte Onlineshops an, die man entweder komplett kauft oder gegen einen monatlichen Mietpreis überlassen bekommt. Zum Lieferumfang gehört eine Vielzahl vorgefertigter Templates dazu, mit denen man das passende Design umsetzen kann. Die Angebote der Lizenzgeber unterscheiden sich im Leistungsumfang, den sie über die Nutzung der eigentlichen Software hinaus gewähren. So kann der Anbieter beispielsweise einen leistungsstarken Support in Aussicht stellen, der bei technischen Problemen mit Rat und Tat zur Seite steht. Man kann sich als Kunde darauf verlassen, dass der Service im Unterschied zu einer Community garantiert hilft. Außerdem ist sichergestellt, dass man regelmäßige Software-Updates erhält. Ein weiterer Pluspunkt kann sein, dass man den Onlineshop direkt beim hostet.

Von Nachteil sind natürlich die höheren Kosten. Zudem bedeutet technischer Support nicht, dass der Lizenzgeber sich um die konkrete Anpassung und Einrichtung des Onlineshops kümmert. Diese Arbeit bleibt am Kunden hängen oder er muss gegebenenfalls eine Agentur beauftragen, die die Aufgabe übernimmt. Die vorgefertigten Onlineshops sind darüber hinaus im Shopsoftware-Vergleich weitaus weniger flexibler als die Open-Source-Programme und bieten nur einen beschränkten Umfang an Zusatzmodulen. Wenn eine hohe Individualisierung und Anpassung des Shops im Vordergrund steht, ist dieses Shopsystem also nicht die geeignete Lösung.

Integrierte Onlineshops

Neben eigenständigen Shopsystemen kann man auch Content Management Systeme wie Typo3, Joomla oder Wordpress benutzen. Für diese CMS-Programme sind zahlreiche Plug-ins verfügbar, mit deren Hilfe man beispielsweise einen bestehenden Blog um einen Verkaufsshop ergänzen kann. Solche integrierten CMS-Systeme machen Sinn, wenn man ein kleines Projekt umsetzen möchte oder dem begleitenden Informationsangebot größere Bedeutung zukommt. Speziell für Joomla oder Typo3 existieren viele Lösungen wie zum Beispiel ein Plug-in für den Oxid eShop. Es sind sowohl Open-Source-Programme als auch kostenpflichtige Lösungen erhältlich.

Fazit

Wer einen Internethandel eröffnen möchte, sollte lieber nicht zum erstbesten Angebot greifen, sondern vorher einen Shopsoftware-Vergleich in Erwägung ziehen. Die Entscheidung, auf welches Shopsystem man in Zukunft setzt, hat langfristige Auswirkungen. Ein Wechsel zu einem anderen Modell ist technisch aufwendig und in der Regel mit Kosten verbunden. Zum Shopsoftware-Vergleich gehört auch, dass man die Unterschiede der verschiedenen Lösungsansätze begreift. Nur so lässt sich entscheiden, welches Konzept am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

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